Tag der Überraschungen in Wambel

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Dortmund: Rennbahn Wambel |

Das passte: Das Gestüt Wittekindshof im Besitz des Ehrenpräsidenten des Dortmunder Rennvereins, Hans-Hugo Miebach, hat am Samstag auf der Galopprennbahn in Dortmund-Wambel das Norbert Sauer Erinnerungsrennen gewonnen. Mit der dreijährigen Stute Serienholde, die nach 1600m hochüberlegen vor Mister Mowgli und Sir Leopold triumphierte.p>

Miebach nahm den Erfolg zum Anlass, um an die Anfangszeiten mit Norbert Sauer zu erinnern, der im Vorjahr in seinem Dortmunder Trainingsstall tödlich verunglückte. „Vor 43 Jahren hat Norbert Sauer für mich den ersten Sieger aus der eigenen Vollblutzucht trainiert – die Stute Musikalische“, so Miebach.
Mit der 17:10-Favoritin Serienholde hat Miebach nun echte Chancen im Stutenderby Preis der Diana Anfang August. „Zuvor wird sie noch im Listenrennen in Düsseldorf laufen“, so Trainer Andreas Wöhler. „Die ist ganz sicher eine Diana-Stute“, meinte Reiter Eduardo Pedroza.

Weniger überzeugend verlief die Vorstellung des dreijährigen Hengstes Russian Flamenco, der zum Auftakt des Renntags als 11:10-Favorit nur Zweiter wurde. „Er stellt sich immer noch ein bisschen doof an“, sagte Wöhler. „Er braucht längere Wege. Wir werden es aber vermutlich mit ihm im Bremer Derby Trial versuchen, bevor wir über einen Start im Derby entscheiden.“
Es gewann der 127:10-Außenseiter Exkalibur. „Keiner wollte so recht das Tempo machen“, sagte Siegreiter Dennis Schiergen, „da konnte ich es mir vorne schön einteilen.“ „Trainer Miltcho Mintchev betonte: „Das Geläuf war sehr gut und der Boden elastisch, das kommt dem Hengst entgegen. Wir werden ihn jetzt über die Ausgleichsrennen aufbauen.“

Strahlende Gesichter bei der Familie Engels

Der Galoppsport ist oft eine Familienangelegenheit: Das wurde im dritten Rennen, einem mit 5.000 Euro dotierten Ausgleich IV über 2.000m, deutlich. Denn es siegte Amateurreiterin Lilli Engels auf der vierjährigen Leonarda, die von Mutter Katja Engels in Warendorf trainiert wird, und in den Farben von Vater Herbert Engels läuft. „Wir haben nur zwei Pferde im Training“, so Engels. „Für die Stute war es der erste Sieg überhaupt, Lilli hat schon ihr drittes Rennen gewonnen“, erläutert die Trainerin. Für die Wetter kam das ziemlich überraschend: 248:10 gab es für den Erfolg von Leonarda.

Noch schwieriger war die Viererwette im Ausgleich IV über 1.600m: Niemand hatte die Pferde Vielle Sorciere (193:10), trainiert von Petra Sauer und geritten von Tabea Rödel, Mitchell, Swift Return und den vor Ort trainierten Bolanos in der richtigen Reihenfolge. Das bedeutet, dass es am nächsten Renntag am 26. Juni (Großer Preis der Wirtschaft) einen Jackpot in der Viererwette über 8.000 Euro geben wird.

Sieg mit Helmkamera


Eindrucksvolle Aufnahmen mit einem Kamerahelm gelangen bei sonnigem Wetter einem TV-Team des WDR. Jockeychampion Alexander Pietsch schnallte sich die Kamera auf und gewann prompt mit dem sechsjährigen Wallach Magnified (Trainer Michael Alles / 97:10). Die Bilder sollen am Dienstag in der WDR Lokalzeit am Dortmund um 19.30 Uhr gezeigt werden.

Galopprennen in DortmundDer WDR berichtet über die Arbeit der Rennleitung, die entscheidenden Anteil am ordnungsgemäßen Ablauf eines Renntags wie am Samstag hat. Pietsch gewann auch noch mit dem 119:10-Außenseiter Franamanagh aus dem Stall von Roland Dzubasz. Der Trainer aus Hoppegarten hatte zuvor schon mit der Stute Donau (54:10) mit Rene Piechulek im Sattel gepunktet.
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