Werfen bis zum Weltrekord: Brackeler Dartsverein „All 4 Death“ will Highscore übertreffen

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Der Spaß steht im Vordergrund. Trotzdem wollen die Mitglieder des Brackeler Dartsvereins „All 4 Death“ im „Stachel“ einen neuen Weltrekord aufstellen. (Foto: Schmitz)
 
Stammspieler Jan-Pascal Chrismann zeigt, wie man richtig wirft. (Foto: Schmitz)
Dortmund: Irish Pub "Zum Stachel" |

Der Irish Pub „Zum Stachel“ könnte der Ort eines neuen Weltrekords sein: Die Mitglieder des Dartsvereins „All 4 Death“ wollen in ihrem Pfeilwurf-Sport eine neue Bestmarke setzen.

Die Mitglieder des Vereins schätzen vor allem die Geselligkeit, aber auch den Kampf Mann gegen Mann. Am 20. Februar halten sie jedoch alle zusammen: Im Irish Pub an der Bauerstraße 11 startet dann ein Weltrekord-Versuch im E-Darts. Für das Erreichen des Weltrekords müssen die zehn Spieler – immer fünf im Wechsel – innerhalb von 24 Stunden eine hohe Punktzahl erzielen. Der aktuelle Rekord steht bei exakt 799 093 Punkten und wird derzeit von einer Mannschaft aus Fehmarn gehalten.

Der Unterschied zum normalen Darts ist, dass die Würfe beim E-Darts elektronisch gezählt werden. „Dadurch gibt es keine Streitigkeiten, wie viele Punkte geworfen wurden. Außerdem ist es einfacher zu zählen“, lacht Peter Unterste-Wilms, der seit mehreren Jahren im Verein ist. Gegründet wurde „All 4 Death“ von Mark Pritchard. Der gebürtige Waliser ist der Kapitän des Teams und zudem Inhaber des Irish Pubs. „In Großbritannien habe ich schon regelmäßig gedartet und das fortgesetzt, als ich 2003 nach Deutschland kam“, sagt er.
Gespielt wird Steel-Darts. „Bekannt ist diese Variante durch zahlreiche Fernsehübertragungen“, erklärt Unterste-Wilms. Die entsprechenden Darts haben eine Spitze aus Metall und sind bis zu 30,5 cm lang und sind bis zu 50 Gramm schwer. Das Barrel, die Spitze, besteht meist aus einer Nickel-Wolfram-Legierung, wodurch ein hohes Gewicht bei einem schmalen Dartkörper möglich ist.

Wie gut ihre Chancen sind, wissen sie selbst nicht. „Wir gehen von 50 Prozent aus. An einem guten Tag können wir den Rekord knacken“, ist Peter Unterste-Wilms überzeugt. Beim Versuch wird alles mit Fotos und Videos dokumentiert. Auch unabhängige Schiedsrichter sind ab 13 Uhr dabei. „Normalerweise müssen wir Münzen in das Gerät werfen. Für die 24 Stunden haben wir aber Freikredit erhalten“, erklärt Unterste-Wilms. Gespielt wird in Schichten. „Nach einiger Zeit sinkt die Konzentration“, beschreibt Mark Pritchard. „Zudem müssen wir auch immer wach genug sein.“

Die Idee zu dem Weltrekordversuch hatte Unterste-­Wilms. „Er war im Internet auf der Suche nach einer neuen Idee für unseren Verein. Wir wollten etwas machen, was noch keiner in Dortmund versucht hat“, erklärt Pritchard. Gemeinsam wollen sie es schaffen. Übung haben sie: „Wir darten manchmal sechs oder sieben Stunden lang“, verrät der Kapitän.

Die meisten Mitglieder des Dartsvereins sind Stammgäste des Pubs und stammen aus Brackel und Umgebung. Das Alter reicht von 19 bis 49 Jahre. „Nachwuchssorgen haben wir keine“, sagt Pritchard lächelnd. Für den Weltrekordversuch wird zweimal die Woche im Stachel trainiert. Jeder legt aber zu Hause noch ein paar Runden nach. Neben dem Sport selbst schätzen die Spieler auch die entspannte Atmosphäre. „Es ist für uns Hobby, der Spaß darf nicht leiden“, sagt Unterste-Wilms. „Zudem lernt man viele Leute kennen.“
Der Zusammenhalt im Dartsverein ist hoch: „Wir sagen immer, es ist wie eine zweite Familie“, sagt Unterste-Wilms. „Es sind ziemlich viele Freundschaften entstanden“, ergänzt Pritchard.
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