Auf der Suche nach "Stahlgeistern" in Hörde

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Vielleicht findet man am Phoenix-See noch "Stahlgeister". (Foto: privat)

Beim ersten Hörder„Stahlgeisterkongress“ konnten sich Interessierte über das Projekt informieren und sich Arbeitsgruppen zuordnen.

Dortmund-Hörde. Mit Hilfe der Fotografie, der Musik und der Textentwicklung sollen die Stahlgeister sichtbar und hörbar gemacht werden und später in die Stadtteilgestaltung eingebracht werden.
„Vielleicht glauben wir nicht wirklich an Geister“, so der Projektleiter Bernhard Bleckmann, „aber die Vorstellung von Geistern, die früher im Stahlwerk lebten und nun heimatlos durch Hörde irren, soll helfen, bei der Bearbeitung der jetzigen Umbruchsituation in Hörde hinter die Oberfläche zu schauen und zum Wesen der Dinge vorzudringen.“ Die Resultate der „Geisterforschung“ sollen in den Workshops zu Kunstwerken entwickelt werden und später dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Für die Workshops werden noch Teilnehmer und Teilnehmerinnen jeder Altersstufe gesucht. Die Workshops sind kostenlos, da das Projekt von der Europäischen Union, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW sowie von der Stadt Dortmund gefördert wird.

Die Workshops:


Geschichten aus der Welt der Stahlgeister

Hier werden Menschen gesucht, die etwas erzählen können. Aus den Stahlwerken, dem Wohnumfeld der Stahlwerke oder aus den Familien und Bekanntenkreisen, in denen die Stahlwerke (und die „Stahlgeister“) ihre Spuren hinterlassen haben. Aus den Texten, die entwickelt werden, soll später ein Theaterstück entstehen. Geleitet wird der Workshop von Bernhard Bleckmann
Termin: Donnerstags, 19 Uhr

Geistergesang

Mit Geräuschaufnahmen in Stadtteil und in einem Stahlwerk und mittels experimenteller Geräusch- und Klangerzeugung sollen „Stahlgeister“ hörbar gemacht werden. Am Ende könnte eine Komposition stehen, die ein Hörerlebnis aus der Welt der „Stahlgeister“ ermöglicht. Leiter des Workshops ist Dr. Maik Hester.Termin: Freitags, 17.30 Uhr

Geisterfotografie

Die Teilnehmer gehen mit der Kamera auf „Geisterjagd“. Durch ungewöhnliche Perspektiven, experimentelle Kameraeinstellungen und Nachbearbeitungen sollen „Stahlgeister“ oder ihre Spuren auf dem Fotopapier erscheinen.
Leiterin des Workshops ist Anja Otto
Termin: Dienstags, 18.30 Uhr

Alle Workshops finden statt im Atelier im ehemaligen Möbelhaus „Waldburg“, Graudenzer Str. 26 in Dortmund-Hörde.

Jeden Freitag von 17bis 19 Uhr findet dort die „Geister(sprech)stunde“ statt.
Dort kann man unverbindlich vorbeischauen, mit den Machern des Projekts ins Gespräch kommen, Informationen erhalten oder Ideen einbringen.
Infos unter Tel. 0231-425 00 72
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