Ein Gebräu macht Karriere: Phoenix-Bier aus Dortmund-Hörde

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Prost, Herr Wüstefeld: Dem Hobbybrauer und Profigastronom ist ein lecker Bierchen gelungen. (Foto: Klinke)
Dortmund: Hörde |

Nein, es war wahrlich keine Schnapsidee, als Thomas Wüstefeld 2010 beschloss, dass in Dortmund-Hörde wieder ein eigenes Bier bekommen sollte. Phoenix-Bier heißt das Gebräu - und hat bereits Karriere gemacht.

Der Gastronom probierte und experimentierte so lange, bis das „Phoenix-Bier“ geschmacklich genau seinen Vorstellungen entsprach. Zur Flutung des Phoenix-Sees im Oktober 2010 kam das Bier dann erstmals in den Ausschank - und wurde umgehend zu einem Erfolg. Das obergärige naturtrübe Brauereierzeugnis trifft offenbar genau den Geschmacksnerv nicht nur der Hörder.

Hier hat Bierbrauen Tradition, auch Thomas Wüstefelds Urgroßeltern betrieben bis ins 20. Jahrhundert hinein eine eigene Brauerei in Hörde.

Doch so weit ist der Hörder Gastronom noch nicht. Sein Gasthaus Wüstefeld bietet momentan noch nicht die ausreichenden Möglichkeiten, um hier einen eigenen Braukessel zu installieren. So muss „fremdgebraut“ werden - was sich aber bald ändern soll. "Genaues kann ich aber nicht verraten!", so Wüstefeld.

Bier zum Füße wärmen

Gebraut wird nach Wüstefelds Rezept, immer mit frischen Zutaten. „Wir verwenden zum Beispiel nur frischen Hopfen, keine Pellets“, erklärt Wüstefeld. Und auch sterilisiert wird sein Bier nicht. „Dann hält es aber auch nur ungefähr acht Wochen. Muss also zügig getrunken werden“, so der Hörder Gastronom.
Längst ist sein Rezeptrepertoire stark angewachsen, neben einem Märzen- oder Maibockbier bietet Thomas Wüstefeld in seinem Restaurant zur Zeit ein Winterbockbier an, das mit 6,7 Prozent Alkohol auch schon mal kalte Winterfüße wärmen kann. Zum großen Bedauern so manches Phoenix-Liebhabers gibt es das Bier aber nur im Hause Wüstefeld, ein Außer-Haus-Verkauf von Flaschenbier findet nicht statt. „Frisch vom Fass schmeckt es doch auch am besten“, tröstet Thomas Wüstefeld. Und: "Wer ein Fässchen für eine Party daheim haben möchte, kann zwischen 20, 30 und 50 Litern wählen."

Und das Bier ist bereits Teil des Hörder Kulturlebens geworden: Anja Hecker-Wolf und Monika Driesner-Goerke bieten das Phoenix-Bier auch auf ihren kulinarischen Stadtrundgängen an. Na denn: Prost!
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