Hans Rath: "Und Gott sprach. Du musst mir helfen!"

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In dem Buch "Und Gott sprach. Du musst mir helfen!" wird das Geschehen aus der Ich-Perspektive des Psychotherapeuten Jakob Jakobi erzählt. Es gibt zwei Vorgängerromane. Zu Beginn dieser dritten Geschichte um Jakob Jakobi taucht eine Hauptperson wieder auf, die wohl aus den Vorgängerromanen bekannt, allerdings eigentlich zuvor verstorben war. Es ist Abel Baumann, der sich für Gott ausgibt. Nun ist er auferstanden und möchte Jakob Jakobi zu seinem Messias ernennen. Der Psychotherapeut solle "den Welthunger bekämpfen, sämtliche Kriege beenden und der Menschheit den Weg in eine friedliche, gerechte und glückliche Zukunft weisen" (S. 43). Damit sind Jakob Jakobis ursprüngliche Urlaubspläne über den Haufen geworfen. Stattdessen macht er sich im Verlauf auf den Weg, exemplarisch Tiere aus der Gefangenschaft zu befreien und einzelne hilfsbedürftige Menschen finanziell zu unterstützen. Diese Aktionen führt Jakob Jakobi gemeinsam mit zum Teil vorbestraften und kurz zuvor noch kriminellen Personen und illegalen Methoden durch. Diese "Weltrettungsversuche" mit seinen sehr speziellen "Aposteln" geraten Jakob zum Teil außer Kontrolle, so dass es z. B. auch zu einer gewaltsamen Entführung kommt.
Der Autor versucht mit diesem Roman meines Erachtens, Tiefgründiges auf witzige oder schräge Weise zu thematisieren. Der Inhalt wirkt auf mich jedoch übertrieben unrealistisch, der Bezug zum Neuen Testament flach und die Handlungen des Jakob Jakobi wenig nachvollziehbar.
So ist das Buch vielleicht als amüsante leichte Ferienlektüre gegeignet, bietet jedoch keine ernst zunehmende und tiefgründige Auseinandersetzung mit Themen wie "Glaube", "Berufung", "Solidarität" oder "Gut und Böse".
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