Der letzte große Lauf: Arnold Pankratow geht in den Marathon-Ruhestand

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Für den Zieleinläufer gab es in Berlin einen begeisterten Empfang. (Foto: privat)

Um Bestzeiten und Platzierungen ging es dem mittlerweile über 60-jährigen Arnold Pankratow vom LT Bittermark Dortmund schon lange nicht mehr. Aber er ist und bleibt ein Sieger in Sachen Laufspaß und Motivation!

Ende September lief er in Berlin seinen letzten Marathon und verabschiedete sich mit diesem für ihn nochmal sehr bewegenden Lauf nach 13 Marathons in 13 Jahren in den wohlverdienten Langdistanz-Ruhestand.

Auch seinen ersten Marathon lief Arnold Pankratow 2001 in Berlin, nachdem er zusammen mit seinem Bruder ins Lauftraining eingestiegen war. Dabei hat er zufällig ein Plakat mit „Karstadt bringt Dich zum Marathon nach Berlin!“ entdeckt. Und so trat er dem LT Bittermark bei, der für diesen Marathon eine Vorbereitungsgruppe angeboten hatte.

Wie bei vielen anderen auch ging dieser Laufeinstieg einher mit einer Änderung des Lebenswandels: So hörte Arnold von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen auf und spürte auch sonst, wie gut das Laufen tat. Oftmals war sein Blutdruck nach längeren ruhigen Trainings besser als vorher.

Da machte das Laufen natürlich doppelt Spaß: Arnold feierte beim Laufen mit den Mitläufern und Zuschauern am Straßenrand, machte unzählige Fotos unterwegs, schaute sich seine Umgebung an, genoss den Spaß auf der Strecke - und beim Training interessieren ihn bis heute hauptsächlich die interessanten Gespräche.
Dabei dient Laufen bei ihm auch ein wenig dem guten Zweck: Sein ehrenamtliches Engagement im Projekt „Tischlein deck Dich!“ der Arbeiterwohlfahrt Dortmund brachte er auch in den Lauftreff ein und gemeinsam wurden einige Spendenaktionen verwirklicht.

Um die nun mit „Arnolds letzter Marathon“ gravierte Medaille zu erhalten, war es aber trotz allem Spaß nochmal ein anstrengender Weg mit vielem Training.
In der Vorbereitung absolvierte er noch vier 30km-Trainingsläufe zusammen mit der Vereinskollegin Ingrid Salomo, die ihn auch beim Lauf in Berlin begleitet hat.

Das Eis im Hörnchen gehört dazu


Beim Marathon in Berlin sind beide ganz bewusst hinten gestartet, da es Arnolds Traum war, nur zu überholen statt ständig überholt zu werden. So konnten beide den Lauf richtig genießen und Arnold hat unzählige Kinderhände abgeklatscht, viel Spaß mit den Zuschauern und Bands an der Strecke gehabt. So wurden Kilometer für Kilometer abgespult. Die letzten 15 Kilometer waren dann doch noch sehr hart, aber das Adrenalin siegte über die quälenden Wadenkrämpfe und die allgemeine Erschöpfung.

Natürlich wird Arnold jetzt nicht ganz mit dem Laufen aufhören. Beim Donnerstags-Training des LT Bittermark wird er weiterhin regelmäßig dabei sein. Nach der Lauf-Gymnastik wird dann dem ganz persönlichen „Pankratowschen-Trainingsprinzip“ gefolgt: Ein Lauf vom Stadion zum Phönix-See und dort nach der ersten Runde um den See eine Kugel Eis im Hörnchen. Bis das Eis aufgegessen ist, gibt es eine Gehpause und dann geht‘s weiter.
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