Er lässt die Puppen tanzen

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Viel braucht es nicht: Ein Mann, eine mobile Bühne, Kasper und Krokodil natürlich - und die Liebe zu alten Geschichten. Maik Abramowski betreibt sein eigenes Puppentheater.


Aplerbeck. Die Sache mit dem Nachnamen ist ja eigentlich nur zur Hälfte richtig. Wenn er auftritt, wird Abramowski zu Maik Graf von Leonstein, mittlerweile ist der Künstlername sogar offiziell im Pass eingetragen. „Abramowski kann sich ja kein Mensch merken“, erklärt der 28-Jährige. Den Namen hat er nicht nur gewählt, weil er so schön klingt,es steckt eine Idee dahinter. „Das Schloss befindet sich in Österreich, es ist Sozialpädagogische Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe“, erklärt Abramowski. Symbolisch hat er einen Stein aus dem Schlossmauerwerk gekauft, um die Arbeit zu unterstützen.

Mann mit vielen Ideen


Abramowski ist einer mit vielen Ideen. Die Gärtnerlehre hat er gemacht, weil es die Eltern wollten, doch schnell hat er seine Liebe zum Zirkus, die schon in Kindertagen entstanden ist, neu entdeckt. Diesmal nicht als Zuschauer, sondern in der Manege. Dort hat er fünf Jahren lang gearbeitet, auch als Clown und Artist. „Ich habe Spaß daran, Kinder zu begeistern“, sagt er. Und genau das macht er jetzt, mit seiner Bühne und den Puppen. Vor zwei Jahren hat er das Dortmunder Puppentheater gegründet, „es war Zeit für etwas Neues“, erinnert er sich. Also hat er eine Bühne bauen lassen, die Puppen gekauft, das Bühnenbild selbst gestaltet. Und hat dann begonnen, sein Programm zu spielen.

"Das war die richtige Entscheidung"


Zuerst ein einem angemieteten Saal, mittlerweile überall dort, wo er gebucht wird. „Das war die richtige Entscheidung“, sagt er. Nicht nur, weil sich die Idee trägt. Auch, weil es ihm Spaß macht. Es ist ja nicht nur das Spielen an sich. Abramowski, der selbst auch Kurzgeschichten und Gedichte schreibt, hat ein Faible für alte Geschichten, „ich mag alte Märchen und möchte, dass sie nicht so einfach verloren gehen.“ Deshalb spielt er sie, allerdings nicht, ohne sie ein wenig zu modernisieren. Aus Raubrittern werden Räuber, das Krokodil, das im Original noch mit dem Holz auf den Kopf bekommt, wird in der neuen Version einfach vom Publikum von der Bühne gepustet. So einfach geht das.
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