Jetzt auch in Hörde: Stadtteil-Schule e.V.

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Auch Stadtteil-Schule e.V. machte beim Aktionstag an der Reinoldikirche mit und stellte gleich die neuen Angebote für Hörde vor: v.li.: Asmik Aleksanyan, Michalina Dylong und Derya Genc. (Foto: schmitzfoto)

Rund um die Reinoldikirche fand jetzt ein Aktionstag zum Ehrenamt statt. Mit dabei war auch Stadtteil-Schule e.V.. Der Verein bietet bisher in der Nordstadt Bildungs- und Beratungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund an. Nun soll das Angebot auch für Hörde etabliert werden.

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Engagement macht stark“ organisierte die FreiwilligenAgentur, Africa Postiv und das Forum Ehrenamt der ev. Kirche den Aktionstag „Ehrenamt? – Na klar!“.

„Sich freiwillig in sozialen, kulturellen und politischen Bereichen zu engagieren, bedeutet für viele Menschen eine Bereicherung der persönlichen Lebensgestaltung und bietet auf der anderen Seite die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung“ weiß Karola Jaschewski von der Freiwilligen Agentur.

Vertrauen als Basis

Das können auch die engagierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtteil-Schule e.V. so unterschreiben. Ihnen ist es in den vergangenen Jahren gelungen, für die Menschen in der Nordtstadt ein erfolgreiches Bildungs- und Beratungsangebot aufzubauen. Das Geheimnis des Erfolgs ist dabei die Niederschwelligkeit der Angebote. Man ist vor Ort - in den Schulen und bei vielen weiteren Kooperationspartnern, die Angebote finden in Wohnortnähe zum Beispiel in den Schulen oder in den Büros der Quartiersmanager statt.

Dabei ist Vertrauen die Basis des Erfolgs. Das Vertrauen in die Stadtteil-Schule Dortmund e.V. ist in fast zwei Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit gewachsen. Aus der Initiative arbeitsloser Pädagogen, die 1986 ehrenamtlich im Dortmunder Norden für die Kinder der Migranten eine Betreuung und Hausaufgabenhilfe ins Leben gerufen haben, ist ein Verein geworden mit festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Honorarkräften und zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Dabei haben die Mitarbeiter überwiegend gute Erfahrungen gemacht - was auch die hohen Teilnehmerzahlen der einzelnen Angebote zeigen. „Sprüche wie ‚Die wollen sich doch nicht integrieren‘ können wir nicht nachvollzeihen“, findet Derya Genc, Mitarbeiterin der Stadtteil-Schule. Im Gegenteil, manchmal seien die Mitarbeiterinnen selber überrascht, wieviele Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Wege in die Angebote finden.

Und: “Unsere Vorträge zum Beispiel finden überwiegend in deutscher Sprache statt, und auch das kommt gut an“, so Genc. Bei größeren Sprachproblemen helfen muttersprachliche Mitarbeiterinnen der Stadtteil-Schule, doch im großen und ganzen ist selten Hilfe nötig.

Mitgestaltung ist jetzt möglich

Seit 1. September ist die Stadtteil-Schule jetzt in Hörde tätig, allerdings befindet sich die Arbeit noch im Aufbau. „Wir schauen gerade, welche besonderen Bedürfnisse es in Hörde gibt, mit welchen Kooperationspartnern wir zusammenarbeiten können und wo es Räumlichkeiten für uns gibt“, erkärt Derya Genc.

In Hörde möchte man vor allem Bildungs- und Beratungsangebote für Erwachsene machen, Vorträge wie „Wie werde ich deutscher Staatsbürger“ zum Beispiel oder einen niederschwelligen Deutschkurs.

Die Hörder haben jetzt die Möglichkeit, die Arbeit der Stadtteil-Schule vor Ort mitzugestalten. „Wir sind offen für alle Anregungen und natürlich dankbar für alle Raumangebote“, erklärt Derya Genc. Schulen und Kindergärten sollten sich jetzt melden - Mail genügt an Derya Genc unter dgenc@stadtteilschule.de.
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