Mobile Kontrollteams gegen Missstände in Flüchtlingsunterkünften

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(Foto: birgitH/Pixelio.de)

Nach den erschütternden Vorkommnissen von Misshandlungen in den Flüchtlingsunterkünften in Nordrhein-Westfalen hatte die zuständige Bezirksregierung schnelle Abhilfe versprochen. Doch erst jetzt, rund fünf Wochen nach den Ereignissen, starten die ersten mobilen Kontrollteams für die Flüchtlingseinrichtungen in NRW mit ihrer Arbeit.

Zwei Teams mit jeweils zwei Prüfern nehmen die Betreuungsqualität in den Unterbringungen des Landes ständig unter die Lupe. Außerdem werden sechs Sicherheitsspezialisten das Wachpersonal kontrollieren, das in den Einrichtungen eingesetzt ist. "Damit ist diese Woche die zweite Stufe der Personalverstärkung abgeschlossen. Mit Hilfe der mobilen Kontrollteams ist es künftig möglich, rund um die Uhr und an Wochenenden stichprobenartig Kontrollen in den Flüchtlingsheimen durchzuführen", erklärt Regierungsvizepräsident Volker Milk in Arnsberg.

Die erste Stufe der Task Force hatte die Bezirksregierung im Oktober unmittelbar nach Bekanntwerden der Übergriffe auf Flüchtlinge umgesetzt. Dafür wurden zuerst zehn und später bis zu 27 weitere Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg damit beauftragt, täglich vor Ort in allen Flüchtlingsunterbringungen des Landes standardisiert die Qualität der Sozialbetreuung, des Sicherheitspersonals, der Nahrungsmittel- und der medizinischen Versorgung sowie den hygienischen Zustand der sanitären Einrichtungen zu kontrollieren.

Dabei handelt es sich um die neuen Qualitätsstandards, die die Bezirksregierung Arnsberg vor vier Wochen mit den Betreuungsverbänden verbindlich verabredet hat. Zusätzlich nehmen sie wichtige organisatorische Aufgaben in den Unterkünften wahr und sind neben dem Betreiber feste Ansprechpartner für die Flüchtlinge in den Einrichtungen.
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