Stolpersteine erinnern an jüdische Familie

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In der Hermannstraße wurden die Stolpersteine verlegt. (Foto: Klinke)

Zwei neue Stolpersteine in der Hermannstraße erinnern an den in Hörde geborenen Werner Muensterberger und seinen Vater Alfred. Die jüdische Familie betrieb hier das Putzmachergeschäft „Geschwister Spiegel, verkauft wurden Hüte und Dekorationsartikel.




Dortmund-Hörde. Patin der beiden Stolpersteine ist Dr. Lisa Zeitz, Chefredakteurin der Zeitschrift „Weltkunst“, die eine Biografie über das Leben von Werner Muensterberger geschrieben hat. Während sein Vater Alfred nach Auschwitz deportiert wurde und als verschollen gilt, überlebte Werner Muensterberger den Holocaust in einem Versteck in Holland und emigrierte nach dem Krieg in die USA. In New York wurde er ein berühmter Psychoanalytiker, Ethnologe und Sammler afrikanischer Masken. Er starb 2011.

Psychoanalytiker, Ethnologe und Sammler


Dr. Lisa Zeitz besuchte ihn dort mehrfach und recherchierte für ihre Biografie. In Dortmund erhielt sie Unterstützung vom Stadtarchiv und vom Hörder Heimatforscher Willi Garth. Dieser fand in alten Adressbüchern und weiteren Unterlagen wie Postkarten wichtige Daten und Fakten, die ebenfalls in die Biografie eingeflossen sind.

Im Anschluss Lesung in der Buchhandlung


Im Anschluss an die Verlegung der Stolpersteine, die in enger Zusammenarbeit mit Andreas Roshol und Sebastian Seng vom Stadtjugendring, dem Stadtarchiv und dem Agricola-Berufskolleg vorbereitet wurde, ging es in die Hörder Buchhandlung transfer. Dort stellte die Autorin Werner Muensterberger vor und las aus ihrer Biografie „Der Mann mit den Masken“.
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