Büffeln an der Köttelbecke: Blaues Klassenzimmer in Hörde ist Modellprojekt

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Das Blaue Klassenzimmer an der Emscher. (Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV)
Büffeln an der früheren Köttelbecke? Kein Problem, denn an der renaturierten Emscher befindet sich eines der Vorzeigeprojekte der Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ mit dem NRW-Städtebauministerium und Emschergenossenschaft.

2016 wurde gemeinsam mit dem Phoenix-Gymnasium das sogenannte Blaue Klassenzimmer direkt an der Emscher in Hörde eingeweiht. Das Blaue Klassenzimmer versteht sich als räumliche Erweiterung des Unterrichts. Bildungsarbeit spielt bei der Emschergenossenschaft eine große Rolle, denn: Kaum noch etwas am Oberlauf der Emscher in Dortmund erinnert an die frühere Köttelbecke, das neue saubere Emscher-System wird zur Selbstverständlichkeit – doch die Flussmanager wollen gerade den nachfolgenden Generationen die Themen Umwelt- und Naturschutz näher bringen.

Tag der Städtebauförderung

Das Bundesbauministerium, die Länder, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund feierten am 5. Mai, den „Tag der Städtebauförderung“. Auch der Umbau des Emscher-Systems durch die Emschergenossenschaft schafft neue wasserwirtschaftliche, ökologische und landschaftliche Qualitäten und ist damit auch Impulsgeber für nachhaltige städtebauliche Entwicklungen.

Investition von rund 200.000 Euro

Das Projekt steht in unmittelbarem Zusammenhang zur Emscher-Renaturierung und soll den neu gewonnenen Gewässerraum für die Schüler erlebbar machen. Das „Blaue Klassenzimmer“ bietet als Freiluftlernort an der Emscher die Möglichkeit, den Schülern das Gewässer mit all seinen Themenfeldern anschaulich zu vermitteln und einen direkten Bezug herzustellen. Zu 80 Prozent wurde das Projekt vom Städtebauministerium gefördert.
Rund 900 Millionen Euro investiert die Emschergenossenschaft allein in Dortmund im Rahmen des Emscher-Umbaus, das Bewusstsein für diese gewaltige Investition soll mit Projekten wie dem „Blauen Klassenzimmer“ geschärft werden. Die Investition belief sich auf rund 200.000 Euro, 80 Prozent davon hat das Land NRW getragen.

Einst der „dreckigste Fluss Europas“

Die Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ läuft aktuell bis 2021. Die durchgeführten Projekte wurden und werden mit 80 Prozent durch das Städtebauministerium mit Landes- und Bundesgeldern gefördert. Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden. 
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