100 Flüchtlinge sollen in Hörde Unterkunft finden

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In der ehemaligen Polizeiwache, Alte Bneninghopfer Straße, sollen die Flüchtlinge aufgenommen werden. (Foto: Klinke)

Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Sie verlassen ihre Heimat und suchen Unterkunft in fremden Ländern.

Dortmund-Hörde. Sie kommen auch nach Deutschland und werden in wachsender Zahl den Kommunen zur Unterbringung zugewiesen. So erhält beispielsweise die Stadt Dortmund durch einen prozentualen Schlüssel rund 50 Flüchtlinge pro Woche, für die fieberhaft Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden.


Die Bürger frühzeitig informieren


Fündig wurde man beispielsweise in der Innenstadt, dort wurden die Sporthallen im Brügmannblock zu Unterkünften umgewandelt.
Auch an anderen Stellen etwa in der Adlerstraße oder Wickede wurde die Stadt fündig. Und auch in Hörde. In der ehemaligen Polizeiwache an der Alten Benninghofer Straße ist geplant, ab Januar 2015 etwa 100 Flüchtlinge für einen Zeitraum für zwei bis drei Jahre unterzubringen. „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mitnehmen und umfassend informieren“, erklärt Hördes Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris und lädt daher am Dienstag, 16. Dezember, ab 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in der Bürgersaal der Bezirksverwaltungsstelle Hörde, Hörder Bahnhofstraße, ein.


Treffen mit der Sozialdezernentin


Ein genaues Bild will sich Sascha Hillgeris am heutigen Samstag bei einem Treffen mit der Sozialdezernentin Birgit Zoerner machen und es sind weitere Treffen mit Hörder Institutionen geplant, um schon frühzeitig ein Netzwerk für eine positive Stimmung aufzubauen.
So trifft sich Hillgeris beispielsweise am Montag mit dem Verein „Hörde international“. „Das Thema Flüchtlingsunterkunft steht bei uns am Montag an“, bestätigte Tanja Vock von „Hörde international“, ohne jedoch der Sitzung vorgreifen zu wollen.


Pfarrer Pense "Da muss man siofort helfen"


Für Pfarrer Martin Pense von der ev. Kirchengemeinde Hörde war eines von Anfang an klar: „Da muss man sofort helfen.“ Zumal fast die gesamte Hörder Bevölkerung am letzten Wochenende bei der Bombenevakuierung selber „auf der Flucht war.“ „Da muss man sich fragen, wie man selber in einer solchen Situation reagieren würde“, so Martin Pense weiter. Und er will auch gleich aktiv werden, um in Hörde eine positive Stimmung zu erzeugen. Beim Weihnachtsmarkt vom 12. bis zum 14. Dezember soll ein Infostand aufgebaut werden und auch der Familiengottesdienst soll genutzt werden, um über die Situation zu informieren.
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