Elternbefragung in Aplerbeck gefordert

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Dortmund: Aplerbeck |

Aplerbeck. Sieben Grundschulen gibt es im Stadtbezirk Aplerbeck. Jeden Sommer wechseln etwa 400 Kinder von diesen Grundschulen in eine weiterführende Schule. Eine Gesamtschule oder eine Sekundarschule sind dabei allerdings nicht im Angebot.

Zumindest nicht im Großraum Aplerbeck. Eltern, die ihre Kinder zum Beispiel in einer Gesamtschule anmelden möchten, müssen auf weiter entfernte Stadtteile ausweichen. Das ist eine Situation, die Andreas Heidrich (Foto), Bezirksvertreter für DIE LINKE, nicht zufrieden stellt. Er regt eine Elternbefragung in Aplerbeck an, damit die zuständige Schulverwaltung künftig besser auf die Wünsche der Erziehungsberechtigten und natürlich ihrer Kinder eingehen kann.

„Wir sollten den Elternwillen in den aktuellen 2. und 3. Klassen der Aplerbecker Grundschulen abfragen“, fordert Andreas Heidrich. Diese Umfrage solle durchaus ergebnisoffen durchgeführt werden, schlägt der Bezirksvertreter vor. „Wir möchten wissen, ob die Eltern ihre Kinder zum Beispiel an einer Gesamtschule anmelden würden, wenn eine solche vorhanden wäre. Aber die Eltern können selbstverständlich auch ankreuzen, wenn sie ihre Kinder lieber an den bereits real existierenden Schulformen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) anmelden würden.

Heidrich geht davon aus, dass die Gesamtschule als Wunsch-Schulform relativ oft genannt würde. Grund: Auf einer Bürgerinfo-Veranstaltung zum Thema Bildung in Aplerbeck wurde diese Schulform für den Stadtbezirk eingefordert.

Im Moment gibt es in Dortmund insgesamt nur neun Gesamtschulen, aber ein Vielfaches an anderen Schulformen: Gymnasien, Realschulen und auch Hauptschulen. Heidrich: „Wegen der geringen Anzahl an Gesamtschulen müssen dort immer wieder Kinder abgewiesen werden, da die Plätze nicht ausreichen. Deshalb entscheidet das Los. Doch die Kinder, die für den Besuch einer Gesamtschule ausgelost wurden, haben oft weite Schulwege. Das muss doch nicht sein.“

Die Bezirksvertretung hat das Recht, eine Elternbefragung beim Schulverwaltungsamt zu beantragen. Andreas Heidrich hofft nun, dass er die ausreichenden Mehrheiten für diesen Vorschlag zusammenbekommt. Er macht auch kein Geheimnis aus seinem Wunsch-Ergebnis: „Ich würde mir die zusätzliche Ansiedlung einer Gesamtschule in Aplerbeck wünschen.“

„Einzig eine Gesamtschule ist wirklich eine Schule für ALLE Kinder, unabhängig von der sozialen Herkunft oder von der eigenen Bildungsempfehlung“, sagt Sigi Czyrt, Mitglied im erweiterten Dortmunder Kreisvorstand der Partei DIE LINKE. Nur in einer Gesamtschule hätten auch Kinder aus benachteiligten Familien, die normalerweise kein Gymnasium besuchen würden, eine reelle Chance auf das Abitur und auf eine zeitintensive Förderung. Eine Sekundarschule dagegen sei keine perfekte Alternative, da sie keine eigenständige Oberstufe anbiete, so die linke Politikerin.
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