Langes Tour durch Hörde: "Positiv entwickelt"

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Ein Ärgernis in Hörde: Die Tuner-Szene auf Phoenix-West.
Hörde ist sicher der Stadtteil, der sich in den vergangenen Jahren am deutlichsten gewandelt hat. Nicht nur äußerlich, sondern auch in der Wahrnehmung, wie Dortmunds Polizeichef Gregor Lange bei seiner Tour durch den Stadbezirk mit Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris feststellte.

„Einen konkreten Brennpunkt oder Angstraum gibt es mittlerweile eigentlich nicht“, fasste der Polizeipräsident seine Eindrücke nach der vierstündigen Tour zusammen. Der Stadtbezirk habe sich „angenehm positiv entwickelt“. Was, wie Bezirksbürgermeister Sascha Hillgeris anmerkte, an der guten Zusammenarbeit zwischen Polizei und Politik läge, ebenso - darauf verwies Polizeipräsident Lange - am starken bürgerschaflichen Engagement. Beispiele dafür hat er auf seiner Tour genügende gesehen, den Clarenberg („Damals war das ein sozialer Brennpunkt, den haben wir gut in den Griff bekommen), den Hörder Neumarkt („Hier hat bürgerschaftliches Engagement viel bewirkt“) oder die Erstaufnahmeeinrichtung in Hacheney. Auch sie war natürlich eine der Stationen während des Rundgangs. Aufgrund der Größe der dort zu bewältigen Aufgaben bestehe dort natürlich eine besondere Station, aber auffällige Störungen (beispielsweise durch rechte Demonstranten) seien dort nicht zu verzeichnen. Auch Probleme zwischen Anwohnern und Flüchtlingen gebe es keine, so Bezirksbürgermeister Hillgeris Dass die Situation in der Erstaufnahme grundsätzlich nicht einfach sei, ließ Lange auch nicht unerwähnt. Ein Problem, das aber weit über die Grenzen Hacheneys hinausgeht und dort auch gelöst werden müsse. „Wir brauchen ein geordnetes Verfahren, das landes-, bundes- und europaweit greift“, so der Polizeipräsident.
Lange ging in seinem Fazit auch auf die jüngsten Vorfälle rund um die Konrad von Mark-Schule ein. Dort waren Schüler von einer Jugendgruppe angegriffen worden. Die Ermittlungen würden - auch wegen der guten Zusammenarbeit mit der Schule - gut vorankommen, berichtete er. Dass es dort, wie befürchtet, Bandenstrukturen geben würde, sei aber nicht der Fall.
Probleme bereitet in Hörde hingegen weiterhin die Tuner-Szene auf dem Phoenix-West-Gelände. „Wir sind intensiv mit Kontrollen unterwegs“, so Lange , „und werden diese Kontrollen auch fortsetzen.“ Über weitere Möglichkeiten wie den Einbau von Bodenschwellen oder die Verlängerung der Tempo 30-Zone werde nachgedacht.
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