Neuanfang durch Ausbildung

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Sabine Poschmann, Joel Mafuta, HWK-Präsident Berthold Schröder und Uwe Walter (v.l.). (Foto: Foto: Andreas Buck / HWK Dortmund)

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann besichtigte mit Kammer-Präsident Berthold Schröder zwei Betriebe, die im Zuge der Ausbildungsinitiative der Handwerkskammer (HWK) Dortmund seit August einen Flüchtling bei sich ausbilden.

Die Dortmunder Kammer hatte das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Pilotprojekt im Frühjahr ins Leben gerufen, um insgesamt 20 Flüchtlingen aus Krisengebieten eine berufliche Perspektive zu geben.
Nachdem die Teilnehmer in mehrmonatigen Intensivschulungen auf ihre Ausbildung vorbereitet wurden, haben mittlerweile 15 von ihnen eine Lehre bei Handwerksbetrieben im Kammerbezirk angetreten. Dazu gehört der 22-jährige Yamoussa Sylla aus Guinea, der im Schwerter Unternehmen WBG Blechverarbeitungs GmbH zum Metallbauer ausgebildet wird. Im Betrieb Uwe Walter in Dortmund erlernt Joel Mafuta (30 Jahre) aus dem Kongo das Maler- und Lackiererhandwerk.
„Der Beruf liegt ihm einfach“, sagte Ulrich Benke, Inhaber der WBG Blechverarbeitungs GmbH, über seinen neuen Auszubildenden. „Yamoussa packt hart an und denkt mit. Darum habe ich in diesem Jahr zwei anstatt einem Lehrling aufgenommen“. Auch Uwe Walter hat eine zusätzliche Ausbildungsstelle geschaffen: „Die Chemie zwischen uns passte einfach. Seine Freundlichkeit und hohe Motivation machen Joel zu einem echten Gewinn für unseren Betrieb.“
„Viele Unternehmer in unserem Kammerbezirk wollen Flüchtlingen konkret helfen und ihnen einen Neuanfang durch eine Ausbildung ermöglichen“, sagte Schröder. Dazu sei es wichtig, dass ein sicherer Rechtsrahmen vorliege, der auch die Beschäftigung nach der Lehre sichere. Denn: „Im besten Fall möchten die Betriebe ihre frisch gebackenen Gesellen noch mindestens zwei Jahre als Facharbeiter weiter beschäftigen.“
Poschmann lobte die Initiative der HWK: „Derartige Projekte sind in der aktuellen Situation genau richtig. Sie ermöglichen den Flüchtlingen ein schnelleres Ankommen und Chancen für die Zukunft. Auch das Handwerk sichert sich damit den benötigten qualifizierten Nachwuchs.“
Die Dortmunder Abgeordnete betonte jedoch auch, dass das Bleiberecht weiter angepasst werden muss, damit Rechtsicherheit für die gesamte Zeit der Ausbildung sowie für eine mögliche anschließende Facharbeitertätigkeit von mindestens zwei Jahren gegeben ist.
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