Poschmann: „Nicht nur in erhöhte Toilettensitze investieren“, Lüders: „Selbstbestimmter Leben mit smarter Hilfe“

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2018.03.07 Dortmund SPD Besprechung Smart Service Power © Foto Schaper
 
Sabine Poschmann, MdB
Dortmund: Hörde |

SPD-Bundestags- und Landtagsabgeordnete loben neues Projekt, das älteren Menschen den Verbleib in der Wohnung sichert – „Brauchen mehr soziale Innovationen“

„Das ist genau der Ansatz, den wir brauchen, damit ältere Menschen mit Hilfe moderner Technik so lange wie möglich zu Hause wohnen können.“ Mit diesen Worten kommentiert die Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann das Projekt „Smart Service Power“ (SSP), das sie und die SPD-Landtagsabgeordnete Nadja Lüders sich von Michaela Bonan, Projektleiterin auf Seiten der Stadt Dortmund, und Dr. Bettina Horster, Vorstand der VIVAI Software AG, vorstellen ließen.

Bei SSP handelt es sich um eine Gesundheits- und Pflegeplattform, die altersgerechtes und technikunterstütztes Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich macht. „Das Beispiel zeigt sehr anschaulich, wie wir mit sozialen Innovationen das Leben der Menschen im Alltag spürbar verbessern und erleichtern können“, zeigt sich Poschmann begeistert. SSP könne eine Alternative zur immer teurer werdenden Pflege im Seniorenheim sein sowie zur finanziellen Entlastung der Kommunen im Bereich Heimunterbringung beitragen. „Zumal es der Wunsch vieler Menschen ist, möglichst lange selbständig zu Hause leben zu können“, ergänzt Lüders. Hierbei unterstütze die vernetzte Smart-Technik.

Poschmann begrüßt, dass im Koalitionsvertrag – auch auf ihr Drängen – vereinbart worden sei, soziale Innovationen künftig mit Bundesmitteln zu fördern. „Dafür mache ich mich seit Langem stark“, erläutert die Abgeordnete. Es gebe mit Sicherheit Möglichkeiten, SSP auszubauen, weitere Service-Leistungen zu integrieren und so ganze Wertschöpfungsketten mit zusätzlichen Arbeitsplätzen entstehen zu lassen, sagt Poschmann. Das sei gut für Dortmund. Wichtig sei nun, dass politisch auch weitergedacht und Förderprogramme wie „Altersgerecht Umbauen“ für solche Maßnahmen geöffnet werden. Poschmann: „Wir müssen mit der Zeit gehen und nicht nur in erhöhte Toilettensitze investieren.“

Bettina Horster wünscht sich auch die Entwicklung moderner Finanzierungsmodelle für diese gesellschaftliche Dienstleistung, die einen wesentlichen Beitrag leisten kann, dem Pflegenotstand etwas entgegen zu setzen.

Hintergrund zu SSP

SSP ist ein EU-weit einzigartiges Verbundprojekt. Über sprachliche Kommunikation und mit Hilfe ausgefeilter Sensoren können Menschen auf ihre aktuelle Lebenssituation abgestimmte Hilfe erhalten. So können beispielsweise Stürze in der Wohnung festgestellt oder Trinkverhalten optimiert und regelmäßige Medikamenteneinnahme älterer Menschen gefördert werden. Auch mögliche Gefahrensituationen wie das Anlassen einer nicht genutzten Herdplatte werden identifiziert und durch automatisches Ausschalten des Gerätes beseitigt. Um die Plattform in den nächsten zwei Jahren künftigen Nutzern zur Verfügung zu stellen, haben sich 13 Unternehmen und Institutionen unter Federführung der VIVAI Software AG auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt. Zur Demonstration wird DOGEWO21 als weiterer Projektpartner eine eigens eingerichtete Musterwohnung im Hochhaus am Langeloh in Löttring-hausen bereitstellen
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