Kräuter-Fachfrau Ursula Stratmann - Lecker ist überall: Intensivkurs bei Diekmanns

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Ursula Stratmann weiß, wo die leckersten und wirksamsten Kräuter wachsen. Zu erleben zum Beispiel am Samstag, 29. März, im Rahmen eines Workshops im Hotel Diekmanns an der Wittbräucker Straße.
 
Optisch und kulinarisch ein Genuss: Wildkräutersalalt mit Taubnessel- und Spitzahornblüten. (Foto: Stratmann/Kuhr)

In Zeiten von Lebensmittelskandalen und Diskussionen über alternative Ernährungsweisen kommen immer mehr Menschen auf den alten Grundsatz: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch liegt so nah? Ein Gedanke, den Kräuter-Fachfrau Ursula Stratmann nur bestätigen kann. Fünf Minuten mit ihr auf einer Wiese oder im Wald - und schon hat man einen schmackhaften Salat zusammen.

Denn Ursula Stratmann kennt sie alle: Giersch, Gundermann, Löwenzahn, Wegerich, Vogelmiere. Und wer jetzt denkt: „Und wann kommen die Kräuter zum Essen?“ dem kann Ursula Stratmann zeigen, dass man aus diesem ganzen „Unkraut“ schmackhafte Gerichte zaubern kann. Dafür lädt sie nicht nur regelmäßig zu Kräuterführungen und -workshops im Dortmunder Süden ein, sondern hat auch das Buch „Paradies im Grünen“ verfasst.

Dabei hat Ursula Stratmann das Rad nicht neu erfunden. „All diese Kräuter waren früher als Lebensmittel gang und gäbe“, weiß die gelernte MTA und diplomierte Krautfrau, die ihre Ausbildung an der Dortmunder Phytaro-Schuleabsolvierte.

Große geschmackliche Vielfalt

Dabei überraschen die frisch gezupfen Kräuter, die selbst in den Innenstädten in Parks, auf Baumscheiben oder Verkehrsinseln wachsen, mit einer großen geschmacklichen Vielfalt: da ist die pfeffrige Magnolienblüte, das seifenartige Veilchen, die herbe rote Taubnessel oder die süßlichen Spitzahornblüten, die zur Zeit blühen. „Kennt man die geschmacklichen Eigenheiten der Blüten, Stengel oder Blätter, kann man sich Gerichte ganz nach seinem Geschmack zusammenstellen“, wirbt Ursula Stratmann für das Kochen mit Wildkräutern.

Ein Beispiel dafür, dass bereits ein Umdenken eingesetzt hat, ist der Bärlauch. Noch vor wenigen Jahren nutzen nur wenige das Kraut als Knoblauchersatz. Mittlerweile gibt es Bärlauch sogar wieder in Supermärkten zu kaufen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Wildkräutersalat, bestehend aus Paprika, Tomaten und Schafskäse aus dem Supermarkt, verfeinert mit Bärlauch und Blüten von gefleckter Taubnessel und vom Spitzahorn - alles ist jetzt frisch und garantiert pestizidfrei in der Natur „erhältlich“. Oder ein schmackhaftes Römergemüse mit Giersch, Brennesseln, Löwenzahn und anderen Kräutern, die so manchem Fan eines vermeintlich gepflegten Rasens in die Verzweiflung treiben. „Warum das, was einen im Rasen stört, nicht einfach aus purer Rache aufessen?“, lacht Ursula Stratmann. Dazu noch ein paar nussartige Samen des hübschen aber nicht erwünschten Springkrauts dazu, und die kulinarische Unkrautvernichtung ist perfekt.

Bei Allergie und Neurodermitits

Doch natürlich sind all diese Pflanzen so viel mehr als ein gesundes Lebensmittel. „Nehmen wir als Beispiel die Vogelmiere“, erklärt die Krautfrau, „sie ist nicht nur ein tolles Wintergemüse mit hohem Vitamingehalt, sondern kann als Salbe verarbeitet zur Wundheilung eingesetzt werden.“ Besonders Allergiker oder Neurodermitiserkrankte setzen auf die pflanzlichen Hilfen, da sie ohne weitere Inhaltsstoffe auskommen, die wiederum Beschwerden auslösen können. „Und wer selber sammelt spart auch noch eine Menge Geld“, weiß Ursula Stratmann.

Aber auch bei psychosomtischen Beschwerden können die Pflanzen helfen, „Wilde Möhre gegen Unruhe, Storchenschnabel bei Erschöpfung...“ - Ursula Stratmann kennt zu jedem gesundheitlichen Problem das passende Kraut. „Natürlich kann man sich diese Wildkräuter auch in den eigenen Garen holen“, rät Ursula Stratmann. Doch sie weiß auch, dass das auf viele Vorbehalte stößt: „Wir sind eben mit ‚Unkraut muss weg‘ aufgewachsen und sich bewusst zum Beispiel Vogelmiere in den Garten zu holen, stößt nicht bei allen auf Verständnis“, so die Krautfachfrau.

Dabei zeigen zum Beispiel die Permakulturgärtner in Barop schon seit Jahren, wie man erfolgreich Gärtnern kann im Einklang mit der Natur. „Das sollte man sich azum Beispiel beim Pflanzenamrkt dort am 3. Mai unbedingt anschauen“, ist sie von den Permakultur-Gärtnern begeistert.

Intensivkurs im Diekmanns an der Hohensyburg

Ursula Stratmann lädt zunächst aber zu einem „Kräuter intensiv“-Tageskurs ins Hotel Diekmanns an der Wittbräucker Str. 980 ein. Der Intensivkurs beinhaltet auch eine Exkursion in den Wald und zur Ruhr mit Hohensyburg-Blick.

Weitere Infos und Anmeldungen über www.ursula-stratmann.de

Paradies in Grün – Wilde Kräutergeschichten aus dem Ruhrgebiet von Ursula Stratmann

Ein „Paradies …“ im Ruhrgebiet? Zwischen Schloten und Autobahnen? Aber ja! Mehr Grün in der Stadt macht gesund und satt, glücklich und unabhängig.
Ein Schmöker, mit dem sich abends gut einschlafen lässt und ein originelles Geschenk für alle Kräuter- und Gartenfreunde!

Ursula Stratmann:
Paradies in Grün
Wilde Kräutergeschichten aus dem Ruhrgebiet
288 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Broschur

Klartext-Verlag,
ISBN 978-3-8375-1056-0 - erhältlich auch beim Stadtanzeiger Dortmund, Ostwall 5

Lesungen:

Bei der Mayersche Buchhandlung Dortmund
Freitag, 27.06., 17-19 Uhr, Westenhellweg 37-41
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