Die "Lachse" zappelten bereits am Hörder Angelhaken

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Und wieder punktet Torben Mols gegen den Block der "Lachse" (Foto: Ruhr Nachrichten)
Volleyball – Dritte Liga
TV Hörde – TV Alpenglühe`n Fischenich 1:3 (21:25, 25:18, 23:25, 21:25)
„Wir hatten die Lachse bereits am Angelhaken und mussten sie nur noch an Land ziehen“, ärgerte sich Kapitän und Co-Trainer Jan Terhoeven nach der knappen Niederlage gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus dem rheinischen Fischenich. Die Hörder waren im Spitzenspiel über weite Strecken gleichwertig und verpassten eine durchaus mögliche Überraschung.
In der Woche hatten Trainerin „Teee“ Slacanin und ihr Co Terhoeven Videos des Aufsteigers ausgewertet und eine Taktik ausgetüftelt, die beinahe aufgegangen wären. Anstelle des etatmäßigen Liberos Torben Mols streifte sich der annahmesichere Freddy Beyrich bei den Rot-Hemden das weiße Trikot des freien Mannes über. Mols punktete fleißig auf Außen. Weil Fabian Fingerhut mit Knie-und Schulterbeschwerden nur für den absoluten Notfall zur Verfügung stand, saß als einzige echte Alternative nur Spielmacher Florian Groß auf der Bank, der nach seiner Einwechslung im dritten Satz für neuen Schwung gesorgt hatte.
Die rheinischen Gäste aus Hürth, die ausnahmslos schon in Rottenburg, Düren, Essen, Solingen und Leverkusen in der ersten und zweiten Bundesliga gespielt haben, erwiesen sich als der erwartet clevere und angriffsstarke Gegner. Als Zielpunkt für die Flatteraufschläge hatte der Gäste-Coach ausgerechnet Hördes Kapitän Jan Terhoeven ausgegeben, der in der Woche wegen einer fiebrigen Erkältung nur einmal trainieren konnte und deshalb im Auftaktsatz in der Annahme wackelte.
Nachdem der TVH auf einen Zweierriegel umgestellt hatte, kam der erste Pass besser und präziser auf Spielmacher Pascal Rademacher, der seinen Netzspielern freie Schussbahnen servieren konnte und so die Grundlage für den verdienten Gewinn des zweiten Satzes legte. Im dritten Satz konnte sich kein Team entscheidend absetzten. „Wir haben nach dem 23:23 zwei Fehler zu viel gemacht“, gab Terhoeven selbstkritisch nach der vergebenen Chance auf eine vorentscheidende 2:1 Satzführung zu. Obwohl der Kapitän bei seinem Sprungaufschlag nicht das volle Risiko einging, blieb der Ball im Netz hängen.
Trainerin Slacanin war trotz der Niederlage keineswegs enttäuscht. „Ich bin stolz auf meine Jungens“, lobte „Teee“ nach einem scheinbar aussichtslosen 2:11 Rückstand die Aufholjagd, die erst bei 21:23 zum finalen 21:25, erneut durch drei Flüchtigkeitsfehler, gestoppt wurde.
Der TVH, der in über 90 spannenden Spielminuten den über 300 Fans sein bisher bestes Saisonspiel zeigte, rutschte nach der dritten Niederlage auf den vierten Platz ab, punktgleich mit dem VfL Lintorf. Für den TVH stehen jetzt vier Auswärtsspiele in Serie auf dem Spielplan.
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