Hörder Volleyballer sind die ungekrönten Tiebreak-Könige

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Volleyball
Dritte Liga
TV Hörde – VSG Ammerland 2:3 (21:25, 23:25, 25:22, 25:13, 13:15)

Die Hörder Volleyballer haben ihren Ruf als ungekrönte Tiebreak-Könige erneut bestätigt. Bei den bisherigen drei Spielen der Rückrunde musste der TVH jeweils über die volle Distanz gehen. Drei Niederlagen in fünf Tiebreaks scheinen den Eindruck jedoch zu verstärken, dass in den entscheidenden Phasen Glücksgöttin Fortuna nicht aufseiten der Hörder mitspielt. Bei der bereits vierten Heimniederlage konnte der TVH in langen und spannenden 130 Spielminuten eindrucksvoll beweisen, dass er mit den Großen Drei der Dritten Liga durchaus mithalten kann. Der Favorit aus dem Ammerland wankte, aber er stürzte nicht.
Die diesmal nur etwa 100 Hörder Fans, die meisten Zuschauer hatten wegen der plötzlich auftretenden Straßenglätte offensichtlich die Fahrt zur Danziger Straße gescheut, hatten nach dem 0:2 Satzrückstand schon mit einer schnellen 0:3-Niederlage gerechnet, bevor die Hausherren wie Phönix aus der Asche zurückkamen. Der Satzausgleich wurde mit mehren Aufschlagserien, verbesserter Blockarbeit und Schnellangriffen über die Mitte geschafft. Hypothetisch bleibt die Frage, ob der vierte Satz zu schnell an den TVH ging und danach die Konzentration nachließ. Die Gäste hatten schnell den Satz abgeschenkt und ballerten die Bälle lustlos ins Aus oder ins Netz.
Im Entscheidungssatz führte der TVH mit 5:1 und 7:4, musste die nun fehlerfreien Niedersachsen aufkommen lassen und wechselte bei 7:8 die Seiten. Bis zum 13:13 wechselte ständig eine Ein-Punkte Vorsprung. „Diesmal haben wir das Spiel nicht durch Eigenfehler verloren, sondern nach starken Aktionen der Ammerländer“, musste Co-Kapitän Dodo Karkoszka neidlos den Sieg des bisher erst zweimal besiegten Tabellendritten anerkennen.
Im taktischen Bereich hat TVH-Coach Tee Slacanin alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Sie schickte erwartungsgemäß die erfolgreiche Startsechs aus dem Aachen-Spiel aufs Feld, nominierte mit Tobias Windscheif für die Abwehr und Christopher Werth für die Annahme gleich zwei Liberos und gab erneut allen Reservisten Spielanteile. Lediglich Spielmacher Pascal Rademacher musste durchspielen, weil sein Vertreter Florian Groß wegen einer Erkältung ausgefallen war. Die beste Note im Hörder Dress verdiente sich der im dritten Satz für Marius Harrmann eingewechselte Torben Mols, der erstmalig auf der für ihn ungewohnten Position Außen/Annahme überzeugte.
Weil der TVH trotz der Niederlage noch einen Punkt bekam, konnte der Abstand zum Tabellenvierten Bonn auf einen Zähler verkürzt werden. Nach einem spielfreien Wochenende erwarten die Hörder am 07. Februar zum vorletzten Heimspiel den gegen den Abstieg kämpfenden USC Münster.

TVH: Beyrich, Fingerhut, Harrmann, Hengefeld, Karkoszka, Lange, Mols, Rademacher, Terhoeven, Werth, Windscheif
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