Hörder Volleyballer wehren fünf Matchbälle ab

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Moritz Finke punktet am Netz (Foto: Ruhr Nachrichten Foltynowitz)
Volleyball
Dritte Liga
TV Hörde – TSC Gievenbeck 3:2 (25:19, 20:25, 23:25, 29:27, 17:15)
Es bleibt dabei. Gegen den TV Hörde kann der TSC Gievenbeck nicht gewinnen. Im vierten Aufeinandertreffen heißt zum vierten Male der Sieger TV Hörde. Dabei drohte den Hausherren nach 1:2 Satzrückstand sogar eine 1:3 Niederlage. Denn im vierten Satz mussten die Hörder drei Satzbälle abwehren, um in die Verlängerung zu gehen. Im zweiten Satz musste der zuletzt überragende Angreifer Lenard Exner auf Anraten der Physiotherapeutin Johanna Blome wegen Achillessehnenbeschwerden vom Feld geholt und gegen Jan Terhoeven ausgetauscht werden. Der ehemalige Kapitän des TVH, der zuvor in den ersten zehn Spielen wegen chronischer Rückenbeschwerden nur als Libero in Annahme und Abwehr im Hinterfeld geglänzt hatte und erst am letzten Spieltag ans Netz zurückgekehrt war, spielte im Volleyballkrimi über 129 Spielminuten eine entscheidende Rolle. In kritischen Phasen konnten die Spielmacher Florian Groß und Pascal Rademacher den 28-jährigen nervenstarken Wirtschaftsingenieur als zuverlässigen Punktesammler mit variablen Pässen anspielen.
Im Entscheidungssatz hatten die rund 200 Fans wohl keinen Pfifferling mehr auf einen Hörder Sieg gesetzt. Die Seiten wurden bei 3:8 gewechselt und bei 7:13 und 11:14 war die dritte Heimniederlage eigentlich besiegelt. Doch mit unbändigem Kampfgeist und großer Moral holten die Schützlinge von Trainerin „Teee“ Slacanin Punkt für Punkt auf, wehrten gleich fünf Matchbälle ab und profitierten von taktischen Fehlern der Gäste. Anstatt mit schnellen Bällen über die Mitte zu punkten, versuchten die Münsteraner mit Hinterfeldangriffen zu punkten. Gästetrainer Axel Büring, der die Bundesliga-Frauen des USC Münster zu Deutschen Meisterschaften und Pokalgewinnen geführt hatte, war stinksauer und trat kurz vor Schluss die Reservebank um. Die beiden Schiedsrichter haben den Wutanfall großzügig „übersehen“ und wollten eine Vorentscheidung nicht durch eine Rote Karte.
„Es war ein glücklicher Sieg, den wir mit großer Kampfmoral verdient haben“, berichtete Hördes Kapitän Marius Harrmann. Das bisher beste Spiel im Dress des TVH lieferte Noah Voswinkel. Das 18-jährige Eigengewächs sammelte im Entscheidungssatz mit frechen Aufgaben und krachenden Schmetterschlägen viele Punkte. Die Hörder bestätigten wieder einmal ihren Ruf als Tiebreak-Könige der dritten Liga. Bei ihrem fünften Sieg mussten die Hörder wieder einmal über fünf Sätze gehen. Am nächsten Wochenende muss im Bezirkspokal die Erste gegen die Zweite spielen. Eine Woche später kommt der Aufsteiger Moerser SC an die Danziger Straße.
TVH: Beyrich, Exner, Finke, Groß, Harrmann, Slacanin, Rademacher, Terhoeven, Voswinkel
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