Hörder Volleyballer zwingen Tabellenführer Fischenich in die Verlängerung

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(Foto: Ruhr Nachrichten)
Volleyball Dritte Liga
TV Alpenglüh`n Fischenich – TV Hörde 3:2 (25:21, 26:28, 16:25, 33:31, 15:9)

Diese Leistung hatten selbst die größten Fans dem TV Hörde nicht zugetraut. Der Favorit wackelte, aber er fiel nicht um. Beim Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten Fischenich zeigten die Hörder ohne ihren weiterhin verletzten Kapitän Jan Terhoeven die bisher beste Saisonleistung. „Wir hatten die Lachse bereits am Haken“, berichtete Marius Harrmann von gleich vier vergebenen Matchbällen im vierten Satz und einem durchaus möglichen Dreier.
Die Hörder waren als krasser Außenseiter nach Hürth gefahren und konnten ohne Siegzwang aufspielen. Nach dem Gewinn des ersten Satzes holte der Trainer der Gastgeber zur Überraschung seines Teams und der Dortmunder Gäste seinen stärksten und fleißigsten Punktesammler vom Feld. Trainerin „Teee“ Slacanin hatte ihr Team taktisch optimal auf die Spielweise der Rheinländer eingestellt. In der Startsechs begann der von seiner Daumenverletzung genesene Pascal Rademacher, ihm gegenüber stand auf Diagonal der bärenstarke Lenard Exner, auf Außen griffen Marius Harrmann und Jonathan Lange an, auf der Mitte blockten Fabian Fingerhut und Jakob Rebtschinski. Als Libero überzeugte erneut Torben Mols mit einer soliden Annahme. Florian Groß und Frederick Beyrich kamen zu Kurzeinsätzen.
Mit dieser Formation erspielten sich die Hörder eine 2:1 Satzführung und im vierten Satz ein 23:20. Zwei Ballpunkte fehlten den Gästen aus dem Dortmunder Süden zur Riesenüberraschung. In dieser Phase spielte der 1.Schiedsrichter eine unrühmliche Rolle. Der Mann in Weiß verlor total seine Linie und pfiff auf beiden Seiten obere Zuspiele der Spielmacher als technische Fehler ab.
Nach dem knappen und unglücklichen Satzverlust musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. „Da hat der Unparteiische unserem Spielmacher Pascal Rademacher gleich drei technische Fehler abgepfiffen“, ärgerte sich Harrmann über die haarsträubenden Fehlentscheidungen.
Vor dicht besetzten Rängen und lautstarken Fans lieferten sich über 112 Spielminuten die Rheinländer und die Westfalen ein Spiel auf höchstem Niveau. Die Gäste beeindruckten mit starker Blockarbeit und großartigem Kampfgeist. Die Bestnoten verdiente sich Linkshänder Jonathan Lage, der kaum zu blocken war, Lenard Exner mit krachenden Schmetterschlägen und Fabian Fingerhut mit stellungssicherem Block. Die Hörder wurden nach dem Volleyballkrimi noch mit einem Punkt belohnt, verteidigten Rang vier und erwarten am nächsten Samstag vor heimischer Kulisse den Tabellenzweiten Tecklenburger Land Volleys.
TVH: Exner, Beyrich, Fingerhut, Groß, Harrmann, Lange, Mols, Rademacher, Rebtschinksi
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