Kurioser Saisonausklang bei den Volleyballern des TV Hörde

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Jan Terhoeven wird in das Management des TV Hörde wechseln
Volleyball Dritte Liga
TV Hörde – VfL Lintorf 2:3 (15:25, 25:21, 29:27, 21:25, 16:18)

Wenn die Hörder Volleyballer in die Verlängerung müssen, scheinen Sieger und Verlierer schon vorher festzustehen. In sechs Spielen fiel die Entscheidung erst im Tiebreak, die Bilanz fällt mit nur einem Sieg ernüchternd aus. Der TVH kann offensichtlich keinen Tiebreak spielen. „Das soll in der neuen Saison anders werden“, versprach Co-Kapitän Marius Harrmann Besserung. Dennoch können die Hörder mit Rang fünf durchaus zufrieden sein.
Der letzte Spieltag bescherte den Hausherren einige Kuriositäten. Weil wegen des um eine Stunde vorgezogenen Spielbeginns und dem letzten Ferienwochenende die ansonsten vorzügliche Organisation durcheinandergeraten war, musste kurzfristig improvisiert werden. Die Westdeutschen Meister der U18 und WVV-Auswahlspieler Fabijan Slacanin, Florian Janssen und Moritz Finke wurden als Ballroller eingesetzt und die Kinder von Trainerin „Teee“ Slacanin Tyrees und Lelanie wischten in den Pausen den verharzten Hallenboden. Für das zweite Kuriosum sorgte die Polizei, die am Hauptbahnhof die in grünen Trikots angereisten Lintorfer Fans für Bremer Fußballfans hielt und die Weiterfahrt an die Danziger Straße verzögerte. In der Halle veranstalteten die mit Pauken,Trommeln und reichlich Alkohol ausgestatteten „Fans“ einen Höllenlärm.
Auf dem Feld setzen drei Lintorfer Gäste mit einem Aufschlaggewitter die Hörder Annahme mächtig unter Druck, sodass Spielmacher Pascal Rademacher nur in den seltensten Fällen präzise Pässe ans Netz spielen konnte. Florian Groß fiel wegen Leistenbeschwerden auf. Auf der Bank saßen nur Thomas Henke und Jonathan Lange. Im Entscheidungssatz vergaben die Rot-Hemden einen Matchball. Die etwa 100 Fans sahen in über zwei Stunden Spielzeit ein typisches Saisonausklangspiel, bei dem auf beiden Seiten die Punkte durch dumme Fehler verschenkt wurden.
Schon jetzt wird vom Hörder Vorstand die neue Saison geplant. Jakob Rebtschinski hat sein Sportmanagement-Studium in Bochum abgeschlossen und wird in seine Heimat nach Frankfurt zurückkehren. Libero Torben Mols wird nach Heirat eine Pause einlegen. Während der Vertrag mit Trainerin „Teee“ Slacanin um ein weiteres Jahr verlängert worden ist, steht hinter der aktiven Karriere von Jan Terhoeven noch ein dickes Fragezeichen. Der Diplomingenieur wird als Co-Trainer und Team-Manager an der sportlichen Zukunft des TVH basteln. Die Hallensaison wird erst am kommenden Samstag mit dem Finale des Bezirkspokals beim Oberligaaufsteiger TG RE Schwelm beendet.
TVH: Beyrich, Exner, Fingerhut, Harrmann, Henke, Lange, Mols, Rademacher, Rebtschinski
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