Regionalliga-Volleyballer des TV Hörde gewinnen nach Volleyballkrimi das Spitzenduell und überwintern als Tabellenführer

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Volleyball-Regionalliga
SG Menden-Much/Windeck – TV Hörde 2:3 (25:21, 22:25, 25:21, 21:25, 13:15)

Die wohl spielstärksten Mannschaften der höchsten WVV-Spielklasse lieferten sich vor dicht besetzten Tribünen einen Volleyball-Krimi in fünf Akten. Die Hörder bestätigten mit dem bereits fünften Fünfsatzerfolg ihren Ruf als Tiebreak-Spezialisten und gehen als Tabellenführer in die Weihnachtspause. Da gleichzeitig der bisher einzige Hörde-Bezwinger SSF Fortuna Bonn sein Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten TuS Mondorf ebenfalls nach fünf Sätzen vergeigte, kann Neuling TV Hörde mit nunmehr vier Punkten Vorsprung ins neue Jahr wechseln.

Dabei waren die Voraussetzungen für den achten Hörder Sieg denkbar ungünstig. Der am Fuß verletzte Libero Jan Maas musste im Hinterfeld durch den gelernten Angreifer Christopher Werth ersetzt werden, Hauptangreifer Dobromir Karkoszka konnte sich mit einer Wadenverletzung nur als Co-Trainer auf die Bank setzen. Spielmacher Pascal Rademacher musste nach seiner im Training erlittenen Fingerletzung mit zusammengetaptem Mittel- und Zeigefinger spielen, sodass die Präzision der Pässe erst im Laufe des Spiels gesteigert werden konnte. Zudem stellten die Gastgeber mit ehemaligen Zweitligaspielern einen überragend hohen Block. Die Hörder mussten deshalb mit schnellen und trickreichen Kombinationen die Mauer umspielen und mit Angaben den Favoriten an einem planmäßigen Spielaufbau hindern.

Als im Entscheidungssatz der TVH schnell mit 0:4 in Rückstand geriet und bei 3:8 Rückstand die Seiten gewechselt wurden, glaubten sich die Rheinlander schon auf der Siegesstraße. Doch eine starke Aufgabenserie von Robin Frosting führte zum 11:12. Beim anschließenden Spielzug landete Hauptangreifer Jan Terhoeven bei einer umstrittenen Szene beim Block auf dem Fuß eines generischen Angreifers. Während die Mendener ein vermeintliches Übertreten reklamierten, bewahrten die Hörder eiserne Nerven, ließen sich durch lautstarke Proteste nicht beirren, spielten weiter und glichen mit einem „Big Point“ zum 12:12 aus. Den vorentscheidenden Punkt zur Hörder 13:12 Führung lieferten die Rheinländer selbst mit einer Gelben Karte wegen verbaler Attacken gegen den 2.Schiedsrichter. Nachdem Aufschläger Robin Frosting den ersten Matchball vergeben hatte, konnten die Hörder zwar den Ball nicht auf den Boden bringen, doch ein wütender Angriff der Spielgemeinschaft landete im Aus.

„Wir sind schlecht gestartet und haben ein spannendes Spiel spektakulär beendet“,
meinte Trainer Kai Annacker nach dem glücklichen, aber dennoch verdienten Sieg seines Teams in der Höhle des Löwen. Nach 117 Spielminuten führten die Hörder wahre Veitstänze auf und freuen sich noch auf das traditionelle Weihnachtsturnier in der Sporthalle Hörde am Montag, dem 17. Dezember 2012, mit Jung und Alt und Groß und Klein in Mixed-Mannschaften.

TVH: Bruns, Child, Exner, Frosting, Hester, Kjer, Rademacher, Terhoeven, Werth
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