Volleyballer des TV Hörde bleiben nach Heimniederlage gegen Bonn im Mittelfeld stecken

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TVH-Trainerin "Teee" Slacanin redete vergeblich auf Kapitän Jan Terhoeven ein (Foto: Foto: Menne Ruhr Nachrichten)
Volleyball
Dritte Liga
TV Hörde – SSF Fortuna Bonn 1:3 (25:21, 21:25, 25:27, 13:25)
Das war ein bitterer Jahresabschluss, mit dem selbst die größten Pessimisten nicht gerechnet hatten. Die Hörder verloren bereits das dritte Heimspiel und wurden vom Tabellenachbarn aus Bonn überholt. Für den Kampf um die Spitze zu schwach und zu schwankend in den Leistungen, für den Abstiegskampf stark genug. Das ist das bittere und realistische Fazit nach einer enttäuschenden Leistung. Nach Abschluss der Hinrunde stehen die Hörder mit vier Siegen und vier Niederlagen mitten in der Tabelle auf Rang fünf mit gehörigem Abstand nach oben und beruhigendem Vorsprung nach unten.
Dabei erwischten die Hörder vor erneut ordentlicher Kulisse einen guten Start, konnten mit stabiler Annahme ein flottes Kombinationsspiel aufziehen und den Aufsteiger mit starken Aufgaben unter Druck setzen. Da waren die Hörder Fans noch vom ersten Sieg über den Angstgegner aus dem Rheinland überzeugt. Doch Gästetrainer Ilja Wiederschein, ein 98facher Nationalspieler, hatte nach dem Seitenwechsel in dem immer unsicher werdenden Frederik Beyrich schnell den Schwachpunkt im Hörder Annahmeriegel erkannt. Da auch seine Nebenspieler vom Fehlervirus befallen wurden, streute die Annahme, sodass Spielmacher Pascal Rademacher nur wenige Gelegenheiten hatte, seinen Netzspielern optimale Schusspositionen zu schaffen. Nach dem vermeidbaren Satzausgleich fiel die Vorentscheidung in Satz drei. Die Hörder konnten bei 24:23 den ersten Satzball nicht verwandeln, wehrten selbst bei 24:25 einen Satzball der Bonner ab und zeigten sich anschließend als großzügige Gastgeber. Ein Angriff berührte die Antenne, der folgende Angriff landete im Netz. Als Erklärung, jedoch keineswegs als Entschuldigung, mag der Hinweis auf die „eigenwilligen und individuellen“ Regelauslegungen der Schiedsrichterin gelten, die auf beiden Seiten ungewöhnlich viele technische Fehler ahndete und so für zusätzliche Verunsicherungen bei den Rothemden sorgte.
„Wir haben uns mit dummen und leichtsinnigen Fehlern wieder einmal selbst geschlagen“, ärgerte sich Trainerin „Teee“ Slacanin über den unnötigen und vorentscheidenden Satzverlust. Von da ab war die Moral der Hörder gebrochen. Die Hausherren gingen im Schlusssatz gegen die Sport- und Schwimmfreunde aus Bonn baden. Die Gäste zertrümmerten mit Kanonenaufschlägen die Hörder Annahme, Der Hörder Block machte im Schlusssatz nur zwei Blockpunkte, zeigte sich löchrig wie ein Schweizer Käse, sodass nach Schnellangriffen es regelmäßig in der Mitte einschlug. Bei den Hörder Netzspielern folgten nach spektakulären Schmetterschlägen prompt leichte Fehler. Selbst Routinier und Kapitän Jan Terhoeven scheiterte ungewöhnlich oft am Bonner Block oder an Netz oder Antenne.
Normalform erreichten lediglich Spielmacher Pascal Rademacher mit sicheren Pässen und Libero Christopher Werth mit solider Annahme.
TVH: Beyrich, Fingerhut, Groß, Hengefeld, Harrmann, Karkoszka, Lange, Mols, Rademacher, Terhoeven, Werth
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