Dorstfelder Realschüler schrieben am Buch „Grenzgänger- Ein Ruhrpott-Roadmovie“ mit

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„Es ist cool, jetzt das fertige Buch in der Hand zu halten.“ Lena Greiß (l.) 15 Jahre aus Huckarde. (Schütze)
 
Bei der Exkursion zeigte Oberbürgermeister Ullrich Sierau den Schüler der Wilhelm-Busch-Realschule die alten Pläne des Emschersees. Foto: Frank Vinken
Catharina und Lena sind stolz. Ihre zwei Geschichten sind Teil des Buchs „Grenzgänger“ . Insgesamt 66 Schüler aus sechs Ruhrpottstädten nahmen an dem Buchprojekt teil.

Max, alias Maximiliane, ist eine 18 Jahre alte junge Frau aus dem Ruhrpott. Sie sucht ihren Vater. Eine abenteuerliche Reise quer durch den Ruhrpott beginnt. Immer in ihrem Nacken: der psychopathische Geist Olaf.
So beginnt das 179 Seiten starke Ruhrpott-Roadmovie-Buch „Grenzgänger“, das jetzt erschienen ist. Luft holen beim Lesen der 105 Kapitel? Fehlanzeige. Zu dicht sind die einzelnen Handlungsstränge erzählt. „Die Geschichte bietet alles, was die Literatur an Genres zu bieten hat: realistisch, fantastisch, witzig, gruselig und traurig“, schwärmt Projektleiterin Sarah Meyer-Dietrich. „Es ist erstaunlich. So viele Menschen haben daran geschrieben und dennoch weiß der Leser immer, worum es geht“, erzählt Lena.

Im Schatten des Stadions

Zusammen mit Catharina und zwölf anderen Klassenkameraden der Wilhelm-Busch-Realschule hat die Fünfzehnjährige sich beim Buchprojekt engagiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ab Seite 115 kommen 14 Kapitel aus der Feder der jungen Schreibtalente. Ort des Geschehens: Die Bolmke im Schatten des Signal Iduna Parks. „Unsere Grundidee war, dass Leser und Autoren durch das Buch versteckte oder verborgene Orte der Stadt kennenlernen. Und in Dortmund fiel unsere Wahl auf den imaginären Emschersee, der zwar geplant, aber nie verwirklicht wurde“, erläutert Sarah Meyer-Dietrich das Buch-Konzept.
Damit die Schüler auch wissen, worüber sie schreiben, stand zu Beginn eine Exkursion auf dem Programm. Oberbürgermeister Ullrich Sierau, begeistert vom Projekt, zeigte den Jugendlichen anhand eines alten Plans den Ort des imaginären Emschersees.

Tipps von Profis

Dann begann die eigentliche Arbeit. Für eine Woche hieß es jeden Nachmittag: schreiben, vorlesen, redigieren und wieder schreiben. Jeweils zwei Schüler arbeiteten zusammen. Tipps bekamen die Schreibtalente von Sarah Meyer-Dietrich und dem Autor Sascha Pranschke. „Mir wurde geraten, mehr wörtliche Rede in mein Geschriebenes einzubauen“, verrät Catharina. Bei Lena war es genau andersherum: „Ich sollte mehr beschreiben und indirekte Rede benutzen.“

BVB-Legende heraufbeschworen

Keine Geschichte aus Dortmund ohne Borussia Dortmund. Das ist klar. „Unsere Jungen aus der Klasse haben die Geschichte um den BVB geschrieben“, erzählen die beiden. Max lernt auf ihrer Reise Michael kennen. Der junge Mann hat eine Gabe. Er kann Geister erwecken. Als die Beiden im Kleingartenverein Bolmke auf den Detektiv und BVB-Fan Roman Malakoff treffen, beschwört Michael den Geist des BVB-Torwarts Heinrich Kwiatkowski herauf. „Wow, ich kann es nicht fassen!“, sagt Roman Malakoff im Buch. „Kann ich mit ihm sprechen?“

„Legende des Mega-Glühwürmchens“

Doch so schnell wie der Geist vergangener BVB-Helden auftauchte, so rasant geht die Geschichte weiter. Von der „Legende des Mega-Glühwürmchens“ bis hin zum „Check-In im Totenreich“ reicht die fantasievolle Reise. Eine Prise Spannung hier, eine bisschen Love-Story dort: Die Jugendlichen verknüpfen die Geschichte mit Dingen, die sie selbst beschäftigen. Spannend bis zum kribbelnden Happy-End. „Es ist cool, nach mehr als einem halben Jahr das fertige Buch in den Händen zu halten“, sagt Lena. Sie hat es schon gelesen und für gut befunden. „Ich wollte das Buch im Urlaub während der Jugendfreizeit lesen, aber alle andere haben es mir aus der Hand gerissen“, berichtet Catharina.

Grenzgänger- Ein Ruhrpott-Roadmovie

Projektträger sind: Jungendstil, Kinder- und Jugendliteraturzentrum NRW, Friedrich-Bödecker-Kreis und die Emschergenossenschaft.
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