Heinrich-Heine-Lehrer Torsten Nitsch geht auf Polar-Expedition

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Von Nette bis zum Ausgangspunkt der Expedition der Spitze Chiles ist es eine weite Reise. Hier startet Dr. Torsten Nitsch mit dem Eisbrecher zur Antarktischen Halbinsel. (Schütze)
Nette. Einmal an einer Polar-Expedition teilnehmen: Für viele ein Traum. Für Dr. Torsten Nitsch, Lehrer des Netter Heinrich-Heine-Gymnasiums, wird er im August Realität.

Obwohl jetzt alles klar ist, nimmt mich das Ganze emotional noch sehr mit“, erzählt Dr. Torsten Nitsch. Eines ist klar: Der Lehrer für die Fächer Biologie und Chemie kann sein Glück, für diese Expedition ausgewählt worden zu sein, immer noch nicht fassen. Mitte August ist es endlich so weit. Dann wird der 48-Jährige zusammen mit 47 internationalen Wissenschaftlern im Hafen von Punta Arenas, der nördlichsten Spitze Chiles, an Bord des Eisbrechers Polarstern gehen. Das Ziel: das Weddellmeer und die Antarktischen Halbinsel.
Zwei Monate Forschungsarbeit steht auf dem Programm.

Es geht um den Krill
Das Untersuchungsobjekt der Expedition, die das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) durchführt: der Antarktische Krill. „Diese kleinen Krebse spielen im antarktischen Nahrungsnetz eine große Rolle “, weiß Dr. Torsten Nitsch. „Je nach Zustand der Krills kann man Prognosen über die Auswirkungen des Klimawandel treffen .“ Spätestens jetzt wird klar, Dr. Torsten Nitsch ist in seinem Element. Die Schüler seines Leistungskurses hat er mit seiner Leidenschaft schon angesteckt. Die Ökologie der Polarregionen ist im Moment ein Schwerpunktthema. Nur einen Expeditionsplatz pro Jahr vergibt das AWI an einen Lehrer. Zum ersten Mal setzte sich ein Lehrer aus Nordrhein Westfalen durch. „Unsere Schülerprojekte zum Beispiel unsere Expedition nach Norwegen im Jahr 2008 und die daraus erwachsenen Kontakte waren für die Wahl ebenfalls von Bedeutung“, berichtet Dr. Torsten Nitsch. Ein Zuckerschlecken wird die Reise für ihn bestimmt nicht. „Ich muss auch meinen Teil dazu betragen, dass die Expedition ein Erfolg wird. Es wird in Schichten gearbeitet. Urlaub sieht anders aus“, sagt der Gastwissenschaftler für zwei Monate.

Live-Telefonat aus der Antarktis
Im Freiwasser werde er mit den anderen Experten die Erbsubstanz die ausgewachsenen Krills analysiert während im Eis die Krill-Larven einer genaueren Untersuchung unterzogen werden. Insgesamt drei Eiscamps an unterschiedlichen Stellen der Antarktischen Halbinsel sind geplant.
Zwei Seesäcke mit seiner speziellen Polarausrüstung sind schon auf dem Weg in Richtung Antarktis. „Seit der Studienzeit ist es ein Traum von mir. Das wird bestimmt das größte Abenteuer meine Lebens, schwer zu toppen“, schmunzelt Dr. Torsten ­Nitsch. Doch auch seine Schüler werden von der Reise profitieren. So oft er kann, wird er auf dem Blog der Schul-Homepage seine Erlebnisse posten. Sogar ein Live-Telefonat aus der Antarktis ist geplant.
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