Lisa Schreer - die "Teen-Queen" des Jazztanz

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Lisa Schreer mit ihrem Trainer Mark Hoskins. (Foto: Stephan Schütze)
 
Auf den Punkt genau und nach vorne fokussiert: Tänzerin Lisa Schreer aus Kley macht Jazz-Dance aus Leidenschaft - und mit Erfolg. (Foto: Stephan Schütze)
Sie tanzte schon im Fernsehen, hat eine eigene Gruppe, die sie trainiert und sie entwickelt neue Choreografien - die 16-jährige Lisa Schreer aus Kley ist ein echtes Tanz-Talent.

„Mit vier hat alles angefangen, da hatte ich im Kindergarten eine Freundin, die hat Ballett getanzt. Das wollte ich auch“, blickt die heute 16-jährige Lisa Schreer zurück.
Gesagt, getan: Seit diesem Entschluss vor zwölf Jahren gehört Lisas Freizeit und vor allem ihre Leidenschaft dem Tanzen. „Zuerst habe ich Ballett in verschiedenen Schulen gemacht. Seit drei Jahren trainiere ich in der Dortmunder Ballettschule Hoskins. Hier habe ich auch schon regelmäßig Prüfungen der Royal Academy of Dance abgelegt“, erzählt das junge Talent. Die Royal Academy of Dance hat ihren Hauptsitz in London und lehrt mittlerweile nach ihren Stundenplänen in der ganzen Welt. Die Prüfungen werden stetsnach denselben Kriterien durchgeführt und bieten Ansporn und Bestätigung, dokumentiert durch ein anerkanntes Zertifikat. Dieses besitzt auch Lisa. „Und ja, ich tanze immer noch gerne Ballett - aber bei Hoskins habe ich meine Leidenschaft für Jazz entdeckt.“ Im Bereich Jazz ist Lisa auch schon ganz erfolgreich bei Wettbewerben angetreten. Zuletzt bei der Meisterschaft der Tänze in Wuppertal, wo sie auch den Titel für sich gewinnen konnte.
84 Gruppen mit insgesamt 488 Tänzern aus ganz Deutschland hatten sich angemeldet und tanzten in den einzelnen Altersstufen und um Titel und um Sonderauszeichnungen.
Lisa Schreer absolvierte souverän die Vorrunde und zog dann ins Finale ein, wo sie sich als Solotänzerin mit der Jazz-Choreografie „It´s Showtime“ zu „Fight for this love“ von Cheryl Cole und „Hush Hush“ von den Pussycat Dolls gegen 40 teilnehmende Gruppen und Solotänzer in der Kategorie „Teens“ durchsetzte und neben einem Pokal für den ersten Platz auch den „Bergischen Löwen“ für den Sieg holte. Außerdem erhielt sie von der Fachjury, die aus sieben national und international anerkannten Tanzpädagogen, Choreographen und Tänzern bestand, die Sonderauszeichnung „Bestes Nachwuchstalent Teens 2012“ und somit einen zweiten „Bergischen Löwen“.
Das bedeutet also, dass die Schülerin nun beides, also Ballett und Jazz tanzt?
„Ja, genau“, lacht die 16-Jährige. „Und noch mehr als das: Ich trainiere zwei mal in der Woche Ballett, einmal Jazz und einmal Hip Hop. Aber Jazz macht mir einfach am meisten Spaß. Und - wenn ich das so sagen darf - ich kann es auch am besten.“
Klingt ja nach einem ganz schön strammen Programm, bleibt denn da noch Zeit für die Schule? „Auf jeden Fall. Bei Hoskins sind alle ganz locker, die verstehen dort auch, wenn ich am nächsten Tag eine Arbeit schreibe und nicht so lange trainieren kann.“
Auch ihre „Freizeit“ ohne eigenes Training verbringt Lisa mit dem Tanzen. „Ich leite an meiner Schule einen regelmäßigen Jazz-Workshop. Klar könnte ich auch Ballett anbieten, aber Jazz-Dance ist in meinem Alter einfach beliebter“, weiß Lisa. Für diesen Workshop kreiert sie natürlich auch die Choreografien selbst und auch für sich selbst legt sie gern die Schrittabfolgen fest. „Tanzen ist einfach meine Leidenschaft“, bekräftigt Lisa einmal mehr.
Jobtechnisch allerdings sieht sie ihren Weg woanders: „Wenn ich Berufstänzerin hätte werden wollen, würde ich schon lange an einer Hochschule mit Internat trainieren müssen. Und ich will einfach nicht weg von meiner Familie. Auftritte und Trainerarbeit nebenbei sehr gerne, aber hauptberuflich möchte ich Lehrerin für Latein am Gymnasium werden. Mein Lehrer ist toll und mir dahingehend ein Vorbild.“ Lisa Schreer, ein durch und durch außergewöhnliches Mädchen.
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