Margit Koch-Entrop erzählt vom Zauber des Wanderreitens im Ruhrgebiet

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Ein Herz und eine Seele: Mit ihrem Tinkerpferd Tom erlebt Wanderreiterin Margit Koch-Entrop viele Abenteuer. (privat)
 
Margit Koch-Entrop liebt den Ritt in freier Natur. Ihre besondere Momente, wie hier beim Ausritt im Schnee hat sie in ihrem Buch festgehalten. Foto: Sarah Harbich
Reiten neben einer Dampflok, auf der Jagd in Bommern oder in der Haard: Seit 2003 erkundet Margit Koch-Entrop auf dem Rücken ihres irischen Tinkerpferds Tom das Ruhrgebiet. Ihre spannende Abenteuer schildert die Martenerin im Buch „Wanderreiten im Ruhrgebiet“.


Ein Tinkertreffen in Bissendorf mit Fackelritt und Fest auf dem historischen Ritterhof, ein Ausflug nach Duisburg in den Broicher Wald oder doch lieber echte Steigungen im Sauerländischen Mittelgebirge erleben, die den Reiter fordern? Margit Koch-Entrop, seit über zehn Jahren aktive Wanderreiterin, kennt die besten Routen zwischen 15 und 24 Kilometern in der näheren und ferneren Umgebung. Das wird schon nach der Lektüre der ersten Kapitel ihres 144-seiten starken Buches klar.

„Bis zum Bauch im Wasser“

Selbst vor einem Ritt durch den See schreckt Margit Koch-Entrop nicht zurück. Ein besonderen Nervenkitzel im Naturpark Maas-Schwalm-Nette in der Naturparkregion De Meinweg. „Plötzlich merkte ich, dass Tom den Boden unter den Hufen verlor. Mir wurde mulmig. Immer tiefer ging er vorne runter, ich bis zum Bauch im Wasser.“ Erzählt sie in einer ihrer spannenden Geschichten aus dem Buch, die natürlich ein gutes Ende genommen hat.
Etwas erleben ist das eine, aber darüber ein Buch schreiben? „Die Geschichten hatte ich schon lange im Kopf“, erinnert sich die Martenerin. Dann vor einem Jahr hatte sie es in die Tat umgesetzt. In sechs Wochen war ihr Erstlingswerk fertig. „Zum Schreiben bin ich manchmal nachts um zwei Uhr aufgestanden“, so die Autorin. Ihr Wunsch: Die Menschen für das Wanderreiten zu begeistern. Mit acht Jahren entdeckte Margit Koch-Entrop, ihre Liebe zu den Pferden und dem Reitsport. Die Dressur und das Springen gehörten neben ihrem Beruf als Ingenieurin zum Leben der heute 48-Jährigen dazu.

Die Wende

Dann der Sturz. Ein schwerer Reitunfall beim Springen 2002 änderte plötzlich alles. „Lange Zeit stand nicht fest, ob ich jemals wieder ohne Schmerzen würde reiten können“, berichtet Margit Koch-Entrop. Doch das Reiten aufgeben? Das kam für die Pferdenärrin nicht infrage. In diesem Moment der Unsicherheit trat das Tinkerpferd Tom in ihr Leben. Ein Pferd, das scheinbar nichts erschrecken kann. Jetzt, nach dem Unfall, entschied sie sich für ihn - endlich ihr erstes eigenes Pferd. „Das Gefühl der Sicherheit, wenn man ihn reitet, war sofort da“, beschreibt die Pferdeliebhaberin ihren ersten Ausritt. Nur dem Springsport hat sie den Rücken gekehrt und sich ganz dem Ritt im freien Gelände verschrieben.
Sehr persönlich und dabei doch informativ: Gerade diese Mischung zeichnet das Buch aus. Wenig bleibt verborgen und dank ihrer bildhaften Sprache hat der Leser sofort das Gefühl „live“ dabei zu sein. „Das Ruhrgebiet ist großartig“, sagt die Margit Koch-Entrop aus tiefster Überzeugung heraus. Besonders die Gegensätze ihrer Heimat haben es der gebürtigen Wittenerin angetan.

Auf zu neuen Wegen

„Es ist das Gefühl von Freiheit in der Natur, das ich so liebe. Auf den Wanderritten tauche ich in eine langsamere Welt ein,“ berichtet Margit Koch-Entrop und plant im Kopf schon ihre nächsten Auflüge mit ihrem 20 Jahre alten Tinker Tom.

„Wanderreiten im Ruhrgebiet“ von Margit Koch-Entrop ist im Wiesenburg Verlag erschienen und kostet 19,90 Euro. Infos unter www.wiesenburgverlag.de.
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