A40-Abfahrt Lütgendortmund: Ampel statt Kreisverkehr

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Hohe Staugefahr herrscht an der Kreuzung A-40-Ausfahrt Lütgendortmunder Hellweg/Werner Hellweg und Wilhelmshöh. Eine Ampelanlage soll jetzt für Entlastung sorgen. Ein Kreisverkehr ist erst einmal vertagt. Foto: Meier

Der Traum vom Kreisverkehr lebt weiter, doch erst einmal soll eine Ampelanlage die Staus an der A-40-Abfahrt Lütgendortmund auflösen.

Die Ausfahrt am Werner Hellweg ist ein Dauer-Ärgernis. Jeden Nachmittag stauen sich die Linksabbieger in langen Reihen. Ungeduldige biegen erst rechts ab und starten dann gefährliche Wendemanöver auf dem Hellweg. Ein Kreisverkehr sollte das Problem lösen, fordert die Bezirksvertretung Lütgendortmund seit langem, ohne dass bislang etwas passierte.


Ortstermin der Bezirksvertretung

Bei einem Ortstermin mit den Behörden aus Dortmund und Bochum ließen sich die Bezirksvertreter jetzt die Karten legen in Sachen Kreisverkehr.
Und die sind alles andere als gut. So hat die Stadt Dortmund ihre Pläne für den Kreisverkehr dem Landesbetrieb straßen.nrw vorgelegt – und sich erst einmal eine Abfuhr eingehandelt. Ein Kreisverkehr, so fürchtet der Landesbetrieb, werde die Staus lediglich Richtung Kreuzung Provinzialstraße/Lütgendortmunder Hellweg verlagern. Ob das wirklich so ist, muss in einem weiteren Gutachten geklärt werden.

Opel kann sich bis 2022 entscheiden

Keine frohe Kunde hatten auch die Planer aus Bochum zum Ortstermin an der Stadtgrenze mitgebracht. Es geht um die Neugestaltung der Opel-Flächen. Der Autobauer habe bis ins zum Jahr 2022 Zeit sich zu erklären, ob er das Warenverteilzentrum, das sich zurzeit auf dem Gelände des Werks 3 befindet, auf das Gelände von Werk 2 konzentrieren wolle. Möglicherweise werde dafür eine neue Erschließungsstraße parallel zur Provinzialstraße gebaut und die A-40-Auffahrt verlegt.
Sollte diese Variante greifen, wäre der geplante Kreisverkehr an der jetzigen Ausfahrt überflüssig. Auch ein von der Stadt am Werner Hellweg geplantes Gewerbegebiet hätte sich erledigt.

Ampel "nur vorübergehend"

Was also tun? Kurzfristig könne nur eine Ampelanlage für Abhilfe sorgen, erklärten die Verwaltungsmitarbeiter den Politikern. Wobei kurzfristig, rund ein Jahr bis Realisierung bedeutet. Kostenpunkt für die Ampel: 100 000 Euro.
Die Bezirksvertretung folgte letztlich dieser Empfehlung. Wenn auch mit Bauchschmerzen. SPD-Fraktionschef Andreas Lieven: „Das Ziel bleibt ein Kreisverkehr an dieser Stelle. Die Ampel ist nur eine vorübergehende Lösung.“
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