Bürgerinitiative möchte Landschaftsschutzgebiet erhalten: Kampf um das „Werner Feld“

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Viele Bürger nutzen das Werner Feld als Naherholungsgebiet. Foto: privat
Dortmund: Werner Feld |

In Lütgendortmund und Bochum hat sich eine Bürgerinitiative zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes „Werner Feld“ gebildet. Die Initiative mit dem Namen „ProFeld“ stellt sich gegen Pläne, dort eine neue Straße zu bauen und Gewerbe zu entwickeln.


Worum geht es?

Die Stadt Bochum erwägt im Rahmen der Entwicklung der Opelflächen II und III in Werne den Bau einer Straße durch das Landschaftsschutzgebiet am Werner Feld. Diese Straße soll – parallel zur Provinzialstraße - das neue Gewerbegebiet auf der Opelfläche III an die A 40 anbinden, die sogenannte „Nord-Variante“. Zudem möchte die Stadt Bochum auf der Restfläche des Werner Feldes Gewerbe ansiedeln und neue Wohnungen bauen.

Was will die Bürgerinitiative „ProFeld“?

Die Bürgerinitiative (BI) lehnt eine Versiegelung des Werner Feldes ab und will das Gelände als Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet erhalten. Stattdessen sollten die Opelflächen bürgerfreundlich entwickelt werden. Eine Anbindung an die Autobahn soll durch die Nutzung und Optimierung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur und alternative Verkehrskonzepte erreicht werden.

Was sind die Argumente der BI?
Der Bedarf einer zusätzlichen Bundestraße quer durch das Werner Feld wird erheblich angezweifelt. Gleiches gilt für ein zusätzliches Gewerbegebiet an dieser Stelle. Laut BI gibt es in Bochum genügend ungenutzte Gewerbegebiete und Industriebrachen. Zudem entsprächen die Pläne nicht den Natur- und Klimaschutzvorgaben der Stadt Bochum.

Was befürchtet die BI?
Die Zerstörung des Naherholungsgebietes geht für die BI einher mit einer Minderung der Lebensqualität für die Bürger in Werne, Langendreer und Lütgendortmund. Lärm- und Abgasbelastung beträfen auch die anliegende Schrebergarten- und Tennisanlage. Die Frischluftschneise für den Bochumer Osten würde zerstört. Häuser und Grundstücke am „Werner Feld“ würden erheblich im Wert gemindert. Bei einer Versiegelung des Feldes stiege die Überschwemmungsgefahr für bestimmte Teilbereiche.

Wie geht es weiter?
Am Nachmittag des 15. Oktober findet eine Veranstaltung der Bürgerinitiative in der Wilhelmshöh statt. Den dortigen Anwohnern möchte man im Rahmen eines kleinen Grillfestes Gelegenheit geben, sich vor Ort direkt über die Pläne der Stadt und die Argumentation der BI zu informieren.
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