Das perfide Spiel Erdogans mit dem Westen...

Anzeige
Bevor Erdogen seinen Besuch beim Despoten Trump abstatte, hatte er zuvor kurz Russland und China besucht. Welche geheimen Vereinbarungen er dort mit den beiden Mächten abgeschlossen hat, wurde bisher von den westlichen Medien nicht einmal erwähnt. Dürfen Sie auch nicht, zumindest bis September, weil Bundestagswahlen.

Erdogan kann und wird von sich aus niemals die deutsch-amerikanische Basis in Incirlik schließen. Denn, wenn er das tut würden relativ hohe Schadenersatz-
und Ausgleichzahlungen an NATO, USA und Deutschland fällig.

Viel eleganter und preiswerter für Erdogan ist es, die USA und die EU (vor allem Deutschland) durch unerfüllbare Forderungen, Provukationen oder Aktionen so lange in die Ecke zu treiben und dafür zu sorgen, dass die USA und Deutschland freiwllig die Incirlik-Basis räumen und abziehen. Leider gibt es aus deutscher Seite nur noch leere Drohungen.

China braucht aber dringend eine fertigestellte und sofort nutzbare Militärbasis im Nahen Osten (am besten in der Türkei) und diese Incirlik-Basis würden die Chinesen nach Abzug der westlichen (noch) Verbündeten quasi von Edogan fast geschenkt bekommen, wenn sie dafür ein bestimmtes Flugabwehrsystem dort aufstellen, oder dieses System (finanziert durch US- und EU-Großbanken) der Türkei verkaufen.

Die Chinesen beabsichtigen nähmlich für ca. 65 Mrd. Dollar die alte Seidenstraße mit einer 4-spurigen Autobahn plus zweispurigen Schienen neu ins Leben erwecken zu wollen. Was das für das alternde Europa bedeuten würde, hat weder Frau Merkel noch Herr Gabriel bisher kapiert. Vielleicht Herr Trump, wenn er da mitverdienen will. Dafür muss er aber bald die Kurden opfern.

Da, wo die Chinesen in die Infrastruktur eiens Landes richtig investieren, investieren sie auch gerne zum Schutze ihrer Investitionen in militärische Basen und Stützpunkte. Machen überigens seit Jahrhunderten die Engländer und die Amerikaner genauso!
Denn dort, wo ein chinesischer Stütpunkt steht, kann dann weder die USA, noch die UN, oder nicht einmal Russland mit erfundene und scheinheiligsten Gründen intervenieren. Bestes Beispiel Südsudan. England, Frankreich und Deutschland spielen hierbei fast gar keine Rolle mehr, wenn nur unbedeutende Nebenrollen.

Gegen die EU und die Merkel hat Erdogan in der Reserve immer noch die Flüchtligskarte, die er auspielen wird, wenn bis September die Bundesregierung bestimmte Forderungen von Erdogan nicht erfüllt haben sollte.
Deutschland und Merkel sind bis September von Erdagan erpressbar.

Mit den USA sind die Fäden längst gerissen und Erdogan sucht nur noch nach einem Anlass sich vom NATO und den USA (NATO ist gleich USA!) schmerzlos zu trennen. Am liebsten würde Erdogan es begrüßen, wenn die USA von sich aus die Türkei aus der NATO "rauswerfen" lassen würde.

Die Verlierer in Syrien werden auf jeden Fall -wie immer- wieder die naiven Kurden sein, weil sie in der 1.000 jährigen Geschichte des Nahen Ostens bis heute immer noch nicht gelernt haben, dass sie abwechselnd von den immer gleichen Mächten als Spielball für die eigene nationalen Zwecke (meistens mit Geld und Waffen unterfüttert) immer wieder missbraucht werden.
0
3 Kommentare
6.042
Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 19.05.2017 | 22:04  
1.965
Martina Janßen aus Hattingen | 20.05.2017 | 00:15  
787
Hasan Eker aus Dortmund-West | 20.05.2017 | 09:07  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.