Die Kaufprämie für Elektroautos ist ein Flop - Verantwortlich dafür ist die Merkel persönlich!

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In drei Monaten wurden nur 4451 Anträge gestellt.

Zu den Gesetzmäßigkeiten des politischen Alltags gehört die gespielte Rollenverteilung zwischen trägen Regierung und der naiven Opposition bei der Bewertung politischer Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen.

Obwohl für Kritik die Oppositionsparteien zuständig sind, gibt es kaum messbare und hörbare Kritik an den Ergebnissen der E-Autoförderung.
Die anscheinend abgas- und lärmfreundliche Regierung hingegen wird ihre falschen Beschlüsse besseren Wissens stur verteidigen, da objektive Selbstkritik in dieser großen Koalition nicht vorgesehen ist.

Dass eine Regierung mal offen Fehler einräumen würde, nach dem Motto: "Sorry Öffentlichkeit, wir haben einen Fehler gemacht", kommt leider heutzutage nie vor. Das hat aber dann immer fatale Folgen, da Fehlentscheidungen nicht rechtzeitig und kostenreduzierend korrigiert werden können, wenn alle Fakten klar und eindeutig für einen Kurswechsel sprechen.

Die Einführung einer Kaufprämie für Elektroautos über nur 4.000 € ist heute mittlerweile eine Fehlentscheidung. Sie sollte zwar den Verkauf von E-Autos entscheidend ankurbeln, um dem selbstgesteckten und utopischen Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, aber dieses Ziel wird jetzt nicht mehr erreicht. In der freien Wirtschaft würde man die Verantwortlichen für solche Fehlplanungen auf die Strasse setzen. Das ist bei dieser Regierung unmöglich.

Drei Monate nach Einführung der Prämie steht zu 100% fest: Sie ist und bleibt ein Flop.

Nach vorläufigen den Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sind bis Ende September gerade mal 4.451 Anträge auf die Kaufprämie für Elektroautos gestellt worden. Dieses Desaster war eigentlich absehbar, mal ganz abgesehen von der ordnungspolitischen Fragwürdigkeit des Instrumentes selbst.

Denn warum soll der Staat eigentlich eine (noch) prosperierende Branche wie die Autoindustrie subventionieren?

Eine Branche, die trotz Dieselgateskandale, zunehmende Feinstaubelastungen, Überschreitung der Stickoxidgrenzwerte in den Innenstädten und höhere Lärmbelastungen (Lärm macht krank!) eher 200 PS bis 500 PS Luxusautos und SUV´s als Dreckschleuderer, Benzin- und Dieselschlucker entwickelt, baut und vermarktet, anstatt saubere, leise und umweltfreundlichere Elektroautos, E-Lkws und Elektrobusse, die nur mit Wind- und Sonnenenergie "betankt" werden sollten.

Und warum soll einer, der sich schon ein Auto für 60 000 Euro leisten kann, noch
4.000 € vom Staat geschenkt bekommen?

Statt Geld an die "Gutverdiener" zu verplempern, hätte sich die Politik fragen müssen, wo das eigentliche Hemmnis für den Kauf eines E-Autos liegt?

Klar, der Preis für E-Autos ist gemessen an herkömmlichen Fahrzeugen noch hoch, für viele zu hoch. Aber darum (um den Preis) muss sich auch mal die unersättliche Autoindustrie kümmern. Wer den schleppenden Absatz eines neuen, hochinnovativen und langfristig wesentlich "gesünderen" Produktes ankurbeln will, muss halt mal eine Zeitlang mit niedrigeren Einführungs- bzw. Kampfpreisen starten.

Ein weiter Grund für die dürftige Nachfrage ist auch die fehlende bzw. sehr mangelhafte Ladeinfrastruktur und die völlige Ungewissheit darüber, bis wann sich das ändert sein. Hinzu kommt, dass trotz eindeutiger OLG-Urteile und eiens EMG (ElektroMobilitätsGesetzes) die Ladestationen für E-Autos immer noch von "Verbrennern" rücksichtslos zugeparkt werden und bisher kein Verbrenner abgeschleppt wurde. Auch eine eindeutige und einheitliche Markierung/Beschilderung der E-Parkplätze (=E-Ladestationen) ist bis heute nicht verwirklicht worden.

Wer sich nicht sicher sein kann, dass er sein E-Auto jederzeit aufladen kann (auch an einer Schnellladesäule), wird sich auch keines kaufen, oder mit seiner Kaufentscheidung noch abwarten.

Der Staat (vor allem die Kommunen!) müssen alle ihre Anstrengungen darauf richten, so schnell wie möglich leistungsfähige Netz an Ladesäulen zu schaffen und die gut sichtbar für jedermann zu markieren und zu beschildern.
Auch das Abschleppen von "Verbrennnern" auf gut gekennzeichneten E-Parkplätze sollte konsequent durchgeführt werden.

Das müsste dringend in den Städten beginnen, denn der innerstädtische Kurzstreckenverkehr könnte selbst mit den heutigen (noch) relativ geringen Batteriereichweiten (bis 200 km bis 300 km) bereits großteils elektrisch laufen. Aber nicht nur dort. Warum gibt es zum Beispiel nicht schon längst an jeder Autobahnraststätte und an jedem Bahnhof genügend Ladestationen?

Der Flop mit der Prämie wäre die letzte Gelegenheit, das Steuer doch noch in letzter Minute herumzureißen. Aber das wird wohl nie passieren.
Denn dann müsste ja die verbrennerfreundliche Regierung ja zugeben, dass sie einen Fehler gemacht hat. Vielleicht wurde dieser Fehler aber auch vorsätzlich einkalkuliert bzw. eingebaut um bestimmte Automarken Zeit gewinnen zu lassen?!
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5 Kommentare
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Hasan Eker aus Dortmund-West | 27.10.2016 | 13:53  
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Hasan Eker aus Dortmund-West | 31.10.2016 | 14:46  
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Hasan Eker aus Dortmund-West | 25.11.2016 | 10:00  
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Hasan Eker aus Dortmund-West | 25.11.2016 | 10:01  
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Hasan Eker aus Dortmund-West | 28.11.2016 | 14:13  
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