Knappschaftskrankenhaus installiert Blockheizkraftwerk: 12 Zylinder für die Umwelt

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Maßarbeit am Lütgendortmunder Knappschaftskrankenhaus: Zwei Autokrane mit 30 Tonnen Tragkraft dirigierten den fünf Meter hohen Pufferspeicher an seinen Standort. (Foto: Foto: Schütze)

Ein neues, hochmodernes Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt künftig das Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund mit Strom und Wärme.

Teamarbeit war nötig, um erst das mehr als vier Tonnen schwere eigentliche Kraftwerk in Einzelteile zerlegt an seinen Platz zu bringen und zu installieren und danach einen mehr als fünf Meter hohen Pufferspeicher aufzustellen. Zwei Autokrane mit je 30 Tonnen Tragkraft dirigierten den imposanten Speicher an seinen Standort.
Die NRW-Landesregierung sieht im Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) einen wichtigen Baustein der Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Bis zum Jahr 2020 soll in Nordrhein-Westfalen der Anteil des Stroms aus KWK-Anlagen auf mindestens 25% erhöht werden.
Das Klinikum Westfalen geht diesen Weg an mehreren Krankenhausstandorten mit. Erdgas speist den Zwölf-Zylinder-Motor des neuen Blockheizkraftwerks am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund, der 239 KW an elektrischer Leistung, 372 KW an Thermischer Leistung erzeugen kann.
Das Besondere an der Kraft-Wärme-Kopplung ist diese doppelte Nutzung: Die bei der Stromerzeugung ohnehin anfallende Wärme wird am Ort genutzt, zusätzliche Umweltbelastung durch eine separate Wärmerzeugung entfällt. Ein hoher Wirkungsgrad von mehr als 90 Prozent zeichnet die neue Anlage am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund aus. Das Blockheizkraftwerk erzeugt eine Strommenge, die für etwa 490 Durchschnittshaushalte ausreichen würde. Es deckt damit fast 70 Prozent des Strombedarfs des Knappschaftskrankenhauses Lütgendortmund.
Der Pufferspeicher bietet zudem die Möglichkeit, die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme zeitverzögert zu verbrauchen. Er enthält 15 000 Liter Wasser, die auf bis zu 90 Grad erhitzt werden können und kann Wärme sehr schnell zur Verfügung stellen. So können Bedarfsspitzen aufgefangen werden.
Die neue Anlage erfordert ein Investitionsvolumen von rund einer halben Million Euro. Finanziert wird sie im Rahmen eines Contracting-Modells mit einem Partner.
Für das Klinikum Westfalen verbinden sich mit der Investition betriebswirtschaftliche Ziele des Unternehmens und Fortschritte im Sinne des Umweltschutzes. Andreas Schlüter, Geschäftsführer des Klinikums Westfalen: „Der globale Klimawandel ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Den weltweiten Temperaturanstieg zu begrenzen, ist international ein wichtiges Ziel. Wir sind froh, wenn wir dazu ebenfalls beitragen können.“
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