"Mein Chef, Herr Konzack" - WAZ-Artikel über Lütgendortmunder Flüchtlingshelfer

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Eine Geschichte mit viel Zuckerguss !
Wer diese Geschichte gelesen hat, sich täglich bei caritativen Verbänden einfinden muss, um Lebensmittel oder eine warme Mahlzeit zubekommen, kommt ins Grübeln.
Wer als alleinerziehende Person beim Sozialamt/Job-Center vorstellig wird, um einen Antrag für ihre Kinder für Kleider/Schuhe/Schulausflüge abzugeben, kann diesen Artikel nicht nachvollziehen.
Wo sind die Helfer/ Helferinnen, die den Menschen helfen Anträge zur Grundsicherung auszufüllen oder Wohngeldanträge?
Oder die Leute, die den Menschen helfen einen Bescheid des Job-Center richtig zu verstehen?
Welchen Eindruck vermittelt der Artikel den Menschen, die an der Armutsgrenze leben?
Ist das nun eine Erfolgsgeschichte von Integration, von ehrenamtlichen Helfern?
Die alleinerziehende Personen, stellt sich die Frage: Warum habe ich nicht so einen Helfer an meiner Seite?
Die Mutter fragt weiter, wo sind die Kita- Plätze? Hat jemand schon einmal Anträge ausgefüllt, für Kinder deren Eltern Transferleistungen beziehen.
Wer mit dieser Geschichte punkten will, verklärt die Realitäten der Gesellschaft.
Diese Stadt, die eine Hochburg der Armut ist - Armutsatlas- braucht Reportagen, die die Wirklichkeit ablichten.
Warum stellt die örtliche Presse den Politikern der Stadt nicht die Frage, warum ist Armutsbekämpfung kein Thema in der Lokalpolitik ist.
Es geht doch nicht um die Hilfe für Flüchtlinge, es geht darum, dass alle Menschen, die in Not sich befinden Anspruch auf Hilfe haben.
Wir brauchen in der örtlichen Presse keine Reportagen über glückliche Familien, die es als Flüchtlinge geschafft haben, was wir brauchen sind die Geschichten warum es in dieser Stadt seit Jahren eine große Langzeitarbeitslosigkeit gibt .
Warum kann dieses Problem nicht gelöst werden?
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