Nadja Lüders - Mitgliederbrief zur Aufarbeitung der Niederlage bei der Landtagswahl NRW

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Die Frage muss doch lauten: Warum wurde sie verloren?
Zum Teil auch weil die Kandidaten, nicht nur in Dortmund, einfache Fragen nicht beantworten konnten oder wollten.
Listen wir einige Fragen auf:
1. Was Ist Industriepolitik für die NRW SPD?
2. Infrastrukturpolitik für die NRW SPD?
3. Schuldenbremse im Haushalt, in Verbindung mit Investitionen!
4. Was ist der Markenkern der SPD in NRW?
5. Sozialer Wohnungsbau?
6. Handwerk und Mittelstandsförderung?
7. Warum soll ein Hartz IV – Empfänger die Sozialdemokratie wählen?
8. Was versteht die Sozialdemokratie unter dem Begriff Sozialstaat?
9. Arbeitsplatzsicherung – Stahlindustrie?
10. Von welcher Bildung sprechen WIR?
Man könnte die Fragen beliebig fortsetzen.
Das Programm ein Weihnachtskatalog.

Wenn die SPD eine neue Blüte erreichen will, dann muss - sie – zu den Wurzeln zurückkehren.
D. h. Das Sozialstaatmodell, darf nicht weiter ausgehöhlt werden:
Armut, Suppenküchen - ein Tatbestand, auch in Dortmund, von verfehlter sozialdemokratischer Kommunalpolitik .
Was die Partei in Dortmund in Zukunft leisten muss, ist die öffentliche Präsenz auch zwischen den Wahlterminen offen zu halten.
Solange die Ratsfraktion das Bild der Partei in der Öffentlichkeit prägt, dürfte es nicht besser werden mit dem Image.
Mir sagten Genossen, der Wahlkampf wurde defensiv betrieben, nicht offensiv!
Warum wurden die Arbeitspapiere, die Vorschläge von Herrn Groschek, von Herrn Duin nicht positiv verbreitet?

An dieser Stelle erlaube ich mir den Hinweis, die politische Linke in der Dortmunder SPD ist nicht Imagefördernd.
Was in Ihrem Papier fehlt ist die Frage:
Warum sind die Wähler von der SPD zur AFD abgewandert?
Warum konnte die Kandidaten für den Landtag dem Bürger/Wähler nicht den Zusammenhang zwischen Stadtteilsanierung und sozialen Wohnungsbau erklären .
Etwas sollte die Partei wieder lernen, innerparteiliche Demokratie wieder lernen.
Mandatsträger sind nicht die Oberlehrer für das Volk.
Der oft gehörte Vorwurf des Bürgers im Wahlkampf: Wir wollen keine Belehrungen,
wir der Bürger wünschen Antworten auf die vorhandenen Probleme.

Noch einmal, was ist zu tun:
Zurück zu den Wurzeln! Stichwort: Urbaniak, Rathaus Zeitler.
Bindungen zum Bürger wieder herstellen.
Ein bisschen mehr politische Bildung der Wahlkämpfer wäre auch nötig gewesen.
Wer kein eindeutiges Bekenntnis zum Industriestandort NRW im Wahlkampf abgelegt hat, weckt Zweifel beim Bürger.
Frau Kraft hat gekniffen, vor den Stahlarbeitern zu sprechen!
Erlauben Sie mir an dieser Stelle den Hinweis: Warum thematisieren Sie nicht
den Verlust von 400.000 Stimmen! In Dortmund rund 15.000 Stimmen.
Sie stellen auch nicht die Frage, wie will man diese Stimmen zurückerobern?
Wenn Sie in Ihrem Schreiben ausführen, der - Schulz Effekt - hätte die Realitäten vernebelt, so kann ich nur anmerken:
Verdeckt Euphorie die gesellschaftlichen Realitäten im Revier.
Haben Sie und ihre Kollegen Kandidaten Fragen der Bürger beantwortet, warum das Lohnniveau in NRW hinter dem Bundesdurchschnitt, bzw. hinter den Bundesländern Hamburg oder Baden - Württemberg zurück liegt?!
Wer Blaumann – Arbeitsplätze abgeschrieben hat, wer die Förderung von Blaumann – Arbeitsplätze als Wirtschaftspolitik von gestern kritisiert, ist der Verursacher der Niederlage!
Langzeitarbeitslosigkeit im Revier, keine Antwort an den Wahlkampfständen der Partei!
Ich gehöre nicht zur Fangemeinde von Milton Friedmann; aber eine Aussage unterstreiche ich:
Ohne Massenkaufkraft gibt es keine Nachfrage, keine Produktion, keine Arbeitsplätze!
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5 Kommentare
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Willi Heuvens aus Kalkar | 22.05.2017 | 13:14  
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Lothar Thurian aus Dortmund-West | 22.05.2017 | 23:46  
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Jens Daniel aus Dortmund-West | 23.05.2017 | 15:35  
17.383
Willi Heuvens aus Kalkar | 23.05.2017 | 18:18  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 23.05.2017 | 19:17  
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