Wie viel kostet die Würde des Menschen?

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Grundgesetz - Art. 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.



Wie viel kostet die Würde des Menschen?

Zum 1.1.2016 wurde der Hartz-IV-Satz für Alleinstehende von 399 Euro auf 404 Euro mtl. „erhöht“. Die Bundesregierung hält diese Summe für das Existenzminimum, das der Würde des Menschen entspricht.

Zugestanden werden:
4,72 Euro pro Tag für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke.
Jeder Mensch braucht für gesunde Ernährung und Bewegung 2,85 Euro pro 1.000 kcal (Stand Januar 2016). Die Menschenwürde wird also mit 1.656 kcal täglich befriedigt. Das bedeutet Mangelernährung, denn Erwachsene brauchen schon nach offiziellen Angaben mindestens 2.200 kcal pro Tag, eher jedoch 2.500 kcal. Notwendig wären also 7,12 Euro pro Tag. 0,00 Euro pro Tag für alkoholische Getränke und Tabak. Bier und Zigaretten widersprechen der Menschenwürde.

0,26 Euro pro Tag von Café- und Restaurantbesuchen. Hartz-IV-BezieherInnen sollen demnach zu Hause bleiben und keine Kontakte pflegen.

0,68 Euro pro Tag für Verkehrsmittel Das reicht in der Regel nicht einmal für eine Hinund Rückfahrt pro Woche. Hartz-IV-BezieherInnen sollen zu Hause bleiben.
0,00 Euro pro Tag für KfZ-Kosten Autofahren widerspricht der Menschenwürde.

Die Menschenwürde besteht für den Bundestag aus Mangelernährung und Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben!

Zum 1.1.2017 soll der ges. Mindestlohn von 8,50 Euro erhöht werden.
Alleinstehende Vollzeitbeschäftigte müssen zur Zeit pro Monat mit 1.420 Euro brutto oder 1.058 Euro netto auskommen (ohne Kirchensteuer).
Selbst das ist den Arbeitgeberverbänden noch zu viel. Mit 1.058 Euro hat man ab einer Warmmiete von 354 Euro einen Anspruch auf Hartz IV. Von 1.058 Euro netto werden wegen eines „Freibetrags“ ab einem Bruttolohn von 1.200 Euro 300 Euro nicht auf Hartz IV angerechnet.

Diese 300 Euro dienen faktisch dazu, die erhöhten Lebenshaltungskosten abzudecken, die man als Erwerbstätiger hat. Erwerbstätige haben einen höheren Kalorienbedarf und können nicht auf ihren häuslichen Bereich beschränkt werden. Sie haben höhere Ausgaben für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Anschaffung und Unterhaltung eines Autos sowie Urlaubsreisen sind auf dem HartzIV-Niveau eines Nicht-Erwerbstätigen ebenso wenig vorgesehen wie Mobiltelefone, Internetanschluss oder die Einladung von Freunden und Bekannten.

Weg mit der Besteuerung des Existenzminimums!
Alleinstehende Vollzeitbeschäftigte müssen bei 8,50 Euro Mindestlohn 68 Euro Lohnsteuer zahlen, bei zehn Euro brutto wären es 132 Euro (inkl. Soli-Zuschlag). Die Besteuerung drückt Lohnabhängige in die Nähe des jetzigen bzw. in die des geforderten Hartz-IVNiveaus herab.

Alle Parteivorstände der Bundestagsparteien treten für die Besteuerung eines Mindestlohns ein, der nicht einmal für Grundbedürfnisse reicht, geschweige denn für die Gründung einer Familie.
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