Olaf Henning im Interview: "Bock aufs Dortmunder Oktoberfest!"

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Wo Olaf ist, ist Party: Vier Mal schon sorgte Olaf Henning im Festzelt auf der Wischlinger Wiesn für ausgelassene Stimmung. Dieses Mal hat er auch sein neues Album mit rockigeren Tönen im Gepäck. Fotos: Stephan Schütze
 
Oktoberfest und Popschlager, das passt! Nur in Lederhosen will sich Olaf Henning nie auf die Bühne stellen.

Olaf Henning wird das fünfte Dortmunder Oktoberfest im Revierpark Wischlingen am 25. September musikalisch eröffnen. Im Gepäck hat er nicht nur den Lasso-Song, sondern auch sein neues Album - und jede Menge Vorfreude, wie er im Interview mit dem Stadt-Anzeiger verrät. Vor seinem Auftritt in Dortmund sprach der Sänger mit uns über rockige Töne im Festzelt, Auftritte in Lederhose und seine blau-weiße Vorliebe.

Olaf Henning, Sie sind Stammgast auf dem Dortmunder Oktoberfest und schon zum fünften Mal dabei.
Olaf Henning: Das spricht ja dafür, dass die Stimmung bei meinen Auftritten ganz gut ist. Ich habe auch wieder richtig Bock darauf und freue mich. Ich bekomme tatsächlich immer Anfragen, ob ich nicht noch Karten für Dortmund besorgen kann. Aber wenn’s ausverkauft ist, dann ist es ausverkauft. Dortmund ist echt etwas Besonderes.

Warum ist das Dortmunder Oktoberfest etwas Besonderes?
Es gibt zwei tolle Oktoberfeste in NRW. Dortmund zählt neben Köln mit zum Besten, was es gibt. Von der Stimmung her ist Dortmund sogar die Nummer eins. Das kann jeder Künstler bestätigen, der schon ein paar Oktoberfeste gespielt hat. Ich freue mich vor allem auch auf die Live-Band. Die Münchner G’schichten sorgen immer für tolle Stimmung im Zelt. Vielleicht können wir ja in diesem Jahr auf der Bühne mal zusammen live das Lasso rausholen.

Neues Album: "Alles was ich immer wollte"


Sie haben gerade ein neues Album herausgebracht: „Alles was ich immer wollte“...
Nach fast 16 Jahren Bühne und einigen Hits haben wir uns gesagt, warum machen wir Olaf Henning nicht auch musikalisch ein bisschen reicher. Tief im Herzen bin ich ein Rocker. Es ist ein Doppelalbum, das wir verrockt haben – also Schlager vermischt mir Rockelementen. Neben neuen Hits haben wir auch ältere Hits wie „Die Manage ist leer“ oder „Blinder Passagier“ verrockt. Pop-Schlager ist super, aber wir wollten mal ein anderes Element mit hinein bringen.

Dürfen sich die Fans in Dortmund auch auf die rockigen Nummern freuen?
Das wird ein großer bunter Mix – von der Manege über ein, zwei neue Songs bis zum Lasso-Lied. Und das gibt’s dann auch klassisch wie es jeder kennt. Es wird ein Mix mit einem etwas gereiften Olaf. Ich möchte vor allem, dass die Leute Spaß haben. Darum bleibt auch kein Hit in der Schublade, ich hole sie alle raus. Da gibt es auch keine Eitelkeiten.

Nach Manege und Lasso: Lust auf etwas Neues


Ist das neue Album trotzdem auch ein Imagewechsel? Weg von dem, womit man immer in Verbindung gebracht wird?
Ich werde immer in Verbindung gebracht mit dem Lasso, das ist einfach so. Das ist Fluch und Segen zugleich, aber völlig in Ordnung. Ich hatte aber einfach mal Lust auf etwas Neues. Ich hatte schon ein paar Jahre dieses Ding mit den Gitarren im Kopf. Ich habe den Pop-Schlager 1997 mit „Die Manege ist leer“ ins Leben gerufen und darauf viele Erfolge gefeiert. Aber ich möchte mich auch weiter entwickeln. Stillstand ist Tod. Wir haben lange an diesem Album gearbeitet. Es ist zu 90 Prozent live eingespielt und lebt richtig. Es ist alles tanzbar, es ist alles Olaf.

Woher kommt eigentlich Ihr Bock auf Rock? Was hören Sie privat?
Ich habe schon sehr früh härtere Nummern gehört. Black Sabbath zum Beispiel, die ich vor kurzem nochmal live in Essen gesehen habe. AC/DC, Kiss, Deep Purple – das sind Sachen, die mich geprägt haben. Im Auto habe ich von Abba bis Zappa alles dabei, aber im CD-Fach liegt gerade auch ein Live-Album von AC/DC. Mit dieser Musik mache ich mir den Kopf frei. Ich braue musikalisch immer mal Abstand, damit ich mich jedes Mal aufs Neue in meinen Job verliebe. Wenn ich mit permanent nur Schlager auf die Ohren geben würde, würde ich den Bezug zu dem, was ich tue, verlieren.

Zurück zum Oktoberfest: Warum boomen diese Partys so?
Irgendwann sind die Mallorca-Partys aus dem Boden geschossen, so ähnlich ging es auch den Oktoberfesten. Es ist eine besondere Atmosphäre, die meisten Leute kommen in Dirndl oder Lederhose. Das ist schon irre. Aber das macht das Oktoberfest aus, auch für mich als Künstler.

"Olaf Henning in Lederhose auf der Bühne? Niemals!"


Wie wäre es mal mit Olaf in Lederhosen auf der Bühne?
Niemals! Ich bin Olaf, und den gibt es so, wie man ihn kennt. In Jeans, Sportschuhen, T-Shirt und Sakko. Wo soll das sonst auch enden? Dann müsste ich ja auch als Nikolaus gehen, wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt auftrete.

Über Ihre Sympathie für das Oktoberfest haben wir gesprochen, auch die Dortmunder feiern gerne mit Ihnen. Da gibt es nur noch ein Problem - Sie sind Schalke-Fan...
Ich lebe im Raum Gelsenkirchen, da kann ich mich gar nicht gegen wehren. Ich gucke mir gerne Spiele von Schalke an, aber ich gucke auch gerne Spiele des BVB. Ich habe sogar die letzte Derby-Klatsche der Schalker in Dortmund im Stadion miterlebt. Ich bin auch kein Fanatiker. Ich mag einfach die Atmosphäre beim Fußball – solange es friedlich ist.

Und so schön die bayrische Tradition eines Oktoberfestes auch ist - beim Fußball gibt es auch bei Ihnen Grenzen mit der Bayern-Liebe?
Ich fahre öfter an diesem komischen Stadion in München vorbei, an diesem Raumschiff. Dann gucke ich immer zur anderen Seite.Ruhrpott-Fußball ist Ruhrpott-Fußball. Dazu gehört Schalke, dazu gehört der BVB. Aber nicht die Bayern!

Das 5. Oktoberfest im Festzelt im Revierpark Wischlingen findet vom 25.9. bis 3.10.2015 an vier Terminen statt. Tickets und Platzreservierungen unter www.das-dortmunder-oktoberfest.de.
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