BVB auf dem Weg nach Wembley: "Ich felipe aus...!"

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In diesem Moment war das Wunder von Malaga perfekt: Der BVB gewann durch zwei Tore in der Nachspielzeit, Felipe „Tele“ Santana traf zum 3:2-Endstand und ganz Dortmund jubelte: „Ich felipe aus!“Fotos: Stephan Schütze
Der BVB steht im Finale gegen die Bayern - und blickt auf einen grandiosen Zug durch Europa zurück: Bis zum Halbfinal-Rückspiel in Madrid blieb Borussia Dortmund in der Champions League auf dem Weg nach Wembley unbesiegt. Und schrieb dabei gegen Malaga in 69 Sekunden Fußballgeschichte für die Ewigkeit.

Als die Gruppenphase der Champions League ausgelost wurde, stockte ganz Dortmund der Atem: Real Madrid, Manchester City, Ajax Amsterdam. Spanischer Meister, englischer Meister, holländischer Meister. Aber BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hatte schon damals ein feines Näschen: „In so einer Gruppe werden Helden geboren!“

Der BVB hatte tatsächlich nichts zu verlieren - und gewann quasi alles. Dem noch etwas zähen 1:0-Auftaktsieg gegen Ajax folgte zwar „nur“ ein 1:1 bei Manchester City, weil Balotelli in der 90. Minute per Elfmeter traf. Aber Borussia hatte „mit unserem vielleicht besten Spiel der Saison“, so Jürgen Klopp, Eindruck hinterlassen in ganz Europa.Es folgten Sieg und Remis gegen die „Königlichen“ aus Madrid, ein Auswärtserfolg in Amsterdam und noch ein Sieg gegen ManCity - unbesiegt beendete der BVB die Guppenphase.

Im Achtelfinale kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Überraschungsteams: Schachtjor Donetsk forderte die Dortmunder. Die setzten ihren Triumphzug durch Europa mit einem 2:2 in der Ukraine und einem glatten 3:0-Erfolg zuhause fort.

Was sich dann im Viertelfinale abspielte, lässt sich mit Fußball-Wahnsinn nur unzureichend beschreiben. Nach dem 0:0 im Hinspiel beim FC Malaga standen die Voraussetzungen bestens, zuhause den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Doch im Rückspiel lagen die Spanier plötzlich durch ein Tor in der 82. Minute mit 2:1 in Führung - der BVB stand vor dem Aus. Dann kam die Nachspielzeit, vier Minuten standen auf der Tafel. Und Borussia Dortmund drehte in 69 verrückten Sekunden das Spiel: Marco Reus und Felipe Santana schossen Schwarz-Gelb doch noch eine Runde weiter.

Hier wartete wieder Real Madrid, und im Duell der Pöhler von Jürgen Klopp gegen die Poser um Cristiano Ronaldo setzte sich erneut der BVB durch. Vier Tore erzielte Robert Lewandowski zum 4:1-Hinspielsieg; die 0:2-Niederlage in Madrid war zu verkraften.

Jetzt steht Dortmund auf der „Road to Wembley“, so der offizielle UEFA-Slogan, im Endspiel. Und wie heißt es so schön auf den Finalplakaten des BVB? „Das Beste kommt zum Schluss!“
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