BVB in Marseille: Sahin ist dabei!

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Angeschlagener Hoffnungsträger: Nuri Sahin soll nach Möglichkeit trotz seines Außenband-Teilrisses heute gegen Marseille spielen.Foto: Stephan Schütze

Als der BVB-Flieger am Dienstagmittag Richtung Frankreich abhob, hatte der BVB viele Sorgen an Bord, eine Menge Entschlossenheit - und Nuri Sahin. Auf seinen Einsatz hofft die Borussia am Mittwoch (11.12., 20.45 Uhr) im alles entscheidenden Spiel der Champions League bei Olympique Marseille.

Die Niederlage gegen Leverkusen, der Frust über das zweite Heimspiel in Serie ohne eigenen Treffer, dazu die Verletzungen von Nuri Sahin und Sven Bender - alles abgehakt. Jetzt gilt die volle Konzentration nur noch diesem einen Spiel auf Europas Bühne: Schlägt der BVB Marseille, überwintert er sicher in der Champions League, steht im Achtelfinale und zählt wieder zu den besten 16 Teams des Kontinents.

Zu beneiden ist Jürgen Klopp um seine Aufgabe in diesen Tagen allerdings nicht. „Es ist keine Situation, in der die Sonne scheint“, hat es Dortmunds Trainer nahezu philosophisch formuliert. Nach Hummels, Subotic, Schmelzer und Gündogan fällt auch Bender aus - vor allem defensiv geht der BVB auf dem Zahnfleisch. Verschiedene Varianten hat Klopp am Montag trainieren lassen; wahrscheinlich rückt Kevin Großkreutz in die Innenverteidigung.

Im Mittelfeld steht und fällt alles mit dem Einsatz von Nuri Sahin. Am Samstag noch musste er - leichenblass und mit verweinten Augen - von Betreuern auf dem Weg ins Krankenhaus gestützt werden. Der Diagnose Außenband-Teilriss folgte die Hoffnung. „Ich fühle mich gut“, ließ Sahin wissen, als er am Dienstag mit in den Flieger nach Frankreich stieg. Ein dicker Tape-Verband soll es wohl richten.

Unabhängig von der Aufstellung heute Abend ist beim BVB spätestens seit der Niederlage gegen Leverkusen aber eines erkennbar: Die Ausfälle gehen nicht nur an die spielerische Substanz, sondern führen die Mannschaft auch an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit. Gegen Bayer fehlten Dynamik und Tempo, zwingende Chancen blieben Mangelware.

Vielleicht kann ein Sieg heute in Marseille noch einmal letzte Kräfte freisetzen auch für den Endspurt in der Liga. Wie sagte doch Roman Weidenfeller unlängst? „Es wird Zeit, dass es Weihnachten wird und wir mal durchatmen können.“
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