BVB stellt Peter Bosz als Trainer vor: "Stolz, dass ich für einen so großen Verein arbeiten darf!"

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Vorfreude auf den neuen Job: Peter Bosz ist stolz, künftig den BVB zu trainieren. Foto: Schmitz
 
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) und Sportdirektor Michael Zorc (r.) mit dem neuen Cheftrainer Peter Bosz. Foto: Schmitz
Freundlich, höflich, souverän – Peter Bosz hat bei seiner Vorstellung als neuer Cheftrainer von Borussia Dortmund einen positiven Eindruck hinterlassen. Auch mit Lob für den BVB hat der 53-jährige Niederländer dabei nicht gespart: „Ich bin stolz, dass ich für einen so großen Verein arbeiten darf!“ Die Fans will er mit gutem Fußball überzeugen.

In seiner ersten Pressekonferenz sprach Peter Bosz am Dienstagnachmittag über:

…die erste Kontaktaufnahme mit dem BVB:
Zunächst hat mich mein Berater Reza Fazeli angerufen und gesagt, dass der BVB interessiert ist. Wir haben darüber gesprochen, kurz darauf gab es dann ein Gespräch mit Aki Watzke und Michael Zorc. Vor allem dieses Gespräch hat mich überzeugt, dass es der richtige nächste Schritt für mich ist. Es war ein langes Gespräch, fast drei Stunden. Wir haben über alles gesprochen und ich habe ein sehr gutes Gefühl bekommen. Es war respektvolles Gespräch. Ich habe die Überzeugung, wir können sehr gut zusammenarbeiten mit Respekt und Qualität. Das war wichtig für mich. Dann ging alles sehr schnell.

…die Gründe, Ajax nach nur einem Jahr kurzfristig zu verlassen:
Ich glaube, in Holland wurde gerade vieles geschrieben. Ich habe für mich gesagt, dass sich vorausgucken will. Ich bin hier bei einem Superverein. Für mich zählt jetzt nur Dortmund – nicht mehr, was hinter mir liegt. Ich hatte eine tolle Zeit bei Ajax, aber jetzt will ich nur nach vorne gucken.

…sein Gefühl, Ajax zu verlassen:
Es tut mir leid, ich habe mit den Spielern super zusammen gearbeitet. Es sind nicht nur talentierte Spieler, sondern auch gute Jungs. Es tut weh, dass man diese Spieler nicht mehr sieht, aber so ist der Fußball.

…die neue Aufgabe in Dortmund:

Ich bin stolz, dass ich für einen so großen Verein arbeiten darf. Der BVB gehört zu den zehn größten Klubs in Europa. Immer junge Spieler, guter Fußball, die Gelbe Wand – das ist legendär. Ich freue mich sehr darauf!

…die Faszination der Bundesliga:

Schon von jungen Jahren an habe ich die Bundesliga verfolgt. Meine Familie hat in der Grenznähe zu Deutschland gelebt, wir konnten deutsches Fernsehen gucken. Wir haben immer samstags um 18 Uhr die Sportschau gesehen. Ich selbst habe mit 34 Jahren in der Bundesliga gespielt, manchmal auch erfolgreich. Es war eine sehr spezielle Zeit für mich - nur kurz, aber super. Deutschland ist eine der größten Ligen in Europa neben Spanien und England. Es freut mich, dass ich hier trainieren kann.

…den künftigen Trainerstab:
Ich habe mit Michael Zorc Gespräche geführt und wir werden das noch weiter besprechen. Im Moment bringe ich nur Hendrie Krüzen als Assistenten mit.

…seine Einschätzung der Mannschaft:
Klar kenne ich die Mannschaft. Aber erst, wenn an mit einer Mannschaft arbeitet, lernt man die Spieler wirklich kennen. Das muss noch kommen.

…eine mögliche Verpflichtung von Ajax-Stürmer Kasper Dolberg:
Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, über irgendwelche neuen Spieler zu sprechen. Das haben wir auch zusammen noch nicht besprochen.

…seine Ziele mit dem BVB:
Ich will erfolgreich sein und guten Fußball spielen. Ich möchte den Menschen guten Fußball zeigen. Die konkreten Ziele für die Saison werden wir noch gemeinsam mit Aki Watzke und Michael Zorc festlegen.


Und das sagen die BVB-Bosse zur Verpflichtung von Peter Bosz.

Hans-Joachim Watzke:
In dem Moment, in dem wir in die Gespräche mit Peter Bosz eingestiegen sind, hatten wir sehr zügig das Gefühl, dass es sehr, sehr gut passen kann. Neben der sportlichen Ambition ist es auch das Gefühl, dass etwas wirklich zusammenwachsen kann. Es gibt keine Garantie, aber die Wahrscheinlichkeit würde ich hoch ansetzen. Wir begegnen uns mit sehr viel Wertschätzung und Respekt, daraus leiten wir eine gewisse Zuversicht ab.

Michael Zorc:

In allererster Linie sind wir überzeugt, dass die Art und Weise, wie er seine Mannschaft Fußball spielen lässt, nicht unähnlich ist zu der Art, wie wir und unsere Fans auch unsere Mannschaft sehen möchten. Seine Spielphilosophie ist ein frischer Offensivfußball, attraktiv und attackierend mit ausgeprägter Struktur im eigenen Ballbesitz und sehr starkem Gegenpressing. Das würden wir gerne auch bei uns auf dem Platz sehen. Zudem hat er hat nachgewiesen, dass er sehr gerne mit jungen Spielern arbeitet.
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 06.06.2017 | 20:23  
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