Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft: Am Ende jubelt nur Lünen

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Der Lüner SV krönte sich mit einem Sieg über den BSV Schüren zum Hallenmeister. Foto Stephan Schütze

Ein Gewinner, viele Verlierer - vor allem auf Seiten der Veranstalter: Mit dem Lüner SV hat sich ausgerechnet einer der Gastvereine aus der Nachbarstadt zum Sieger der 33. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gekürt. Die Folge: Gellende Pfiffe im Finale und eine hitzige Diskussion über den Turniermodus.

Mit einem 1:0-Sieg im Finale über den BSV Schüren holte sich der Lüner SV die Hallenkrone und bescherte seinem Trainer Mario Plechaty ein ganz besonderes Wochenende. Als langjähriger Coach von Mengede 08/20 hatte er einige Male vergeblich nach dem Titel gegrifffen. Jetzt gelang ihm der Triumph mit Lünen, wobei seine Mannschaft nicht nur die sportliche Herausforderung meistern musste.


"Wir sind alle Dortmunder Jungs"

Dieser entledigte man sich mit Können und Glück gleichermaßen. Nach der 0:5-Klatsche gegen den ASC 09 am ersten Finaltag musste im Viertelfinale das Achtmeterschießen gegen Brünninghausen herhalten, gegen Wickede ging‘s im Halbfinale in die Verlängerung. Im Endspiel wartet der bis dahin unbesiegte BSV Schüren - und eine volle Helmut-Körnig-Halle, die fast geschlossen auf Seiten des Dortmunder Klubs stand. Pfiffe und Buhrufe für die Gäste aus Lünen, die erstmals an der Veranstaltung teilnehmen durften, was schon im Vorfeld nicht jedem Verein gefallen hatte. „Wir sind alle Dortmunder Jungs“ skandierte die Halle während des Endspiels und zeigte den Veranstaltern des Fußballkreises Dortmund damit mehr als deutlich, was man von diesem Turniermodus mit Gastvereinen hält.
Dass im Finale ein Treffer der Schürener aberkannt wurde, bevor Lünen durch Daniel Mikuljanac das goldene Tor des Tages erzielte, heizte die Stimmung zusätzlich an.


Torjägerkanone geht nach Wickede

Deutlich entspannter, dafür aber auch torreicher endete das Spiel um Platz 3. Der ASC 09 setzte sich gegen Westfalia Wickede 5:4 durch. Im Viertelfinale waren der FC Brünninghausen, Westfalia Huckarde, der Kirchhörder SC und der Hombrucher SV ausgeschieden. Hombruch darf sich ebenso wie Viktoria Kirchderne immerhin noch über die Auszeichnung für die beste Fangruppe der Endrunde freuen. Torschützenkönig wurde mit elf Treffern Benedict Zwahr von Westfalia Wickede.
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