VfL 1:1 gegen Nürnberg – Luthe: „Zu hektisch im Abschluss!“

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Andreas Luthe kehrte gegen Nürnberg ins VfL-Tor zurück. Foto: Molatta

Zufrieden mit der Leistung, stolz auf die Fans – aber auch selbstkritisch, weil es auch im fünften Anlauf nicht zum Heimsieg gereicht hat: Andreas Luthe, Kapitän des VfL Bochum, spricht im Interview nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg über Stärken und Schwächen der Mannschaft, Bundesliga-Atmospähre an der Castroper Straße und sein Comeback im Tor.


Andreas Luthe, der VfL hat jetzt in allen fünf Heimspielen dieser Saison 1:1 gespielt – eine unglaubliche Serie.

Wir hätten diese Spiele zuhause natürlich gerne gewonnne – und wir hätten sie zum Großteil auch gewinnen können. So wie es auch gegen Nürnberg wieder der Fall war. Wir hatten gute Möglichkeiten, waren aber zu hektisch im Abschluss. Da hätten wir den Ball noch mal stoppen müssen und dann abschließen können. Wären wir konsequenter und ruhiger gewesen, hätten wir dieses Spiel gewonnen.

Trotz des verpassten Sieges war die Leistung wieder sehr ordentlich – und das nach der Klatsche in Heidenheim.
Das ist eine Stärke der Mannschaft. Wir haben in Heidenheim 0:5 verloren, das steckt nicht jede Mannschaft gut weg. Aber diese Mannschaft ist so gefestigt, zur Tagesordnung über zu gehen und normal weiterzuarbeiten. Genau das haben wir getan – wir haben das Spiel und unsere Fehler analysiert und normal weiter gearbeitet. Dann kommt im nächsten Spiel auch wieder so eine starke Leistung zustande wie gegen Nürnberg.

"Unsere Fans sind sensationell!"


Hätten Sie gedacht, dass nach dieser Niederlage in Heidenheim im Heimspiel gegen Nürnberg wieder 25000 Zuschauer da sind?
Unsere Fans sind sensationell. Wir haben uns mit guten Leistungen Kredit aufgebaut und die Fans honorieren unsere Arbeit. Darüber freuen wir uns riesig. In fast jeder Besprechung ist das ein Thema – dass wir rauskommen und so viele Leute dort warten und uns unterstützen. Das treibt uns an und ist auch ein Grund dafür, dass es in dieser Saison ordentlich läuft.
Es war auch gegen Nürnberg wieder eine super Atmosphäre im Stadion. Das ist Bundesliga-Atmosphäre und es ist schade, dass wir da keinen Dreier landen. Wir hätten es verdient.

Sie selbst haben nach längerer Verletzungspause Ihr Comeback gefeiert. Waren Sie zufrieden mit Ihrer Leistung?
Ich habe mich saumäßig auf das Spiel gefreut. Es macht wirklich Spaß, mit dieser Mannschaft Fußball zu spielen und täglich bei der Mannschaft zu sein. Die Wochen, in denen ich verletzt aussetzen musste, waren hart. Daran hatte ich zu knabbern. Ich habe jahrelang auf und neben dem Platz dafür gekämpft, dass es bei uns wieder ordentlich läuft. Und dann konnte ich plötzlich nicht mehr mitmachen, das war hart. Gegen Nürnberg war es ein ordentlicher Einsteig, darauf kann ich aufbauen.

Neun Spiele sind jetzt absolviert – kann man schon sagen, wohin der Weg des VfL Bochum in dieser Saison führt?
Wir haben schon ungefähr gezeigt haben, was wir können. Nicht unbedingt gegen Nürnberg – ich glaube, dass wir mehr können. Aber in dem einen oder anderen Spiel haben wir angedeutet, welches Potenzial wir haben. Da kann sich jeder selbst zusammen reimen, was am Ende dabei heraus kommen könnte. Wir sollten aber anfangen, zuhause zu gewinnen. Aber auch nicht vergessen, dass wir in unserem Stadion noch ungeschlagen sind. Wir sind ja Optimisten!
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