1001 Nacht in Marrakesch: Neues Programm im Apollo

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Fotos: Apollo

„1001 Nacht in Marrakesch“ heißt das neue Programm, das in Roncalli‘s Apollo Varieté bis zum 12. April zu sehen ist.

Wie Sterne funkeln die kleinen Lichter an der Decke und auf der Bühne. Auch funkeln die Pailletten der Tänzerinnen vom New Scala Ballett und der Akrobatinnen Erna Sommer (Luftakrobatik) und Odalisque (Antipoden). Doch künstlerisch funkeln bei den Vorstellungen andere, nämlich die, die mit außergewöhnlichen Performances für die Aha-Momente sorgen.

Moderator hat die Gunst des Publikums


Da ist Oguz Enzin, der durch das Programm führt. „Der Türke“, wie er sich selbst nennt, gewinnt schnell die Gunst des Publikums, durch Charisma und gekonnten Witz. Wenn er zaubert, haben die Zuschauer Fragezeichen auf ihren Gesichtern. Wer von ihm auf die Bühne geholt wird, weiß am Ende im Zweifel nicht mehr, ob er sich selbst trauen kann. Und da ist Omar Pasha, der gemeinsam mit seinem Sohn Louis modernes Schwarzlichttheater in Perfektion auf die Bühne bringt. Er malt Gegenstände ins Nichts, zaubert Menschen weg und wieder hier und lässt Flammen quer über die Bühne wandern. Auch der Pantomime Sofiane Aberkane sorgt für Aha-Momente, als er sich als Marmorstaue zum Leben erweckt. Nicht nur er, sondern auch sein zweites Gesicht, das sich in alle Himmelrichtungen zu drehen scheint. Schon alleine wegen der selten gesehenen Optik ist das ein Moment des Abends. Wie auch der letzte Auftritt des Abends.

Anmut und Sandmalerei


Als Svetlana Goncharenko anmutig auf die Bühne schreitet, liegt die Vermutung nahe, eine Akrobatin vor sich zu haben. Aber nein: Goncharenko hat sich der Sandmalerei verschrieben, steht selbst im Hintergrund und zaubert mit Licht, Sand und Musik Minuten, in denen sich der Zuschauer von ihren Bildern mitnehmen lässt, träumt un erst erwacht, als die Musik aufhört und sie „The End“ in den Sand schreibt. Das Programm wird durch Kraftvolles komplettiert. Wer dem Duo The Liazeed zuschaut, das sich auf Handstand und Pole spezialisiert hat, könnte denke, dass es genauso einfach ist auf Händen zu gehen wie auf auf Füßen. Die Gruppe Nafsi African macht dem Djamaa al Fna, dem Gauklerplatz im Marrakesch, wo dieses Programm verortet ist, Tribut und wartet mit Akrobatik und Streetdance auf.
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 23.01.2015 | 22:37  
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