Autorenlesung: Fantastische Welten vom Rhein

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Einladung an die Uni Gießen: Die jungen Düsseldorfer Autorinnen Diana Menschig und Laura Flöter (sitzend, v.l.) wurden von den Literaturdozentinnen Dr. Sonja Klimek und Laura Muth (stehend, v.l.) zu einer Lesung eingeladen. Fotos: Borgwardt

Fantastische Welten aus Düsseldorf: Zwei junge Autorinnen vom Rhein haben mit ihren Romanen bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nun hatte auch die Uni Gießen Laura Flöter und Diana Menschig für eine besondere Lesung eingeladen.

Wie kann man einen Schatten stehlen? Wer bestimmt über das Leben einer Romanfigur, wenn sie auf einmal einen eigenen Willen hat? In den Romanen von Laura Flöter und Diana Menschig eröffnen sich dem Leser fantastische Universen, die Menschen aus ganz Deutschland in ihren Bann ziehen. Die Universität Gießen ist nun auf die beiden Autorinnen aufmerksam geworden und lud sie aus Düsseldorf an die hessische Fakultät - zur Freude der Studenten.

"Phantastik und Fantasy sind wichtige Segmente der Literatur, wie die nun schon seit einigen Jahren anhaltende Popularität einzelner Werke wie Harry Potter oder Twilight, aber auch eine schier unüberschaubare Masse an Buchneuerscheinungen zeigen", erklärt die Dozentin des Fachbereiches Literaturwissenschaft, Laura Muth. Um diese Werke für ihre Studenten noch lebendiger zu machen, brachte sie ihnen nicht nur die Bücher, sondern auch die Autorinnen näher. Im Rahmen eines "literarischen Frühstückes" konnten die angehenden Literaturwissenschaftler den Werken lauschen, gelesen von den Autorinnen selbst.

Den Anfang machte Diana Menschig. Die studierte Psychologin las aus ihrem fantastischen Roman "Hüter der Worte", in der ein Autor erleben muss, wie die von ihm erdachten Buchfiguren nicht immer das machen, was er von ihnen erwartet. Die Studenten lächelten über einige humorvolle Passagen und diskutierten ausgiebig über die Ideen des Buches.

Direkt mit der Autorin sprechen konnten die Zuhörer auch bei "Nirgendland". Das Werk der Germanistin Laura Flöter zog die Studenten in eine faszinierende und komplexe, aber auch beizeiten düstere und beängstigende Fantasiewelt. Dozenten und Studenten hatten viele Fragen, die sie nun direkt aus erster Hand beantwortet bekamen.

"Ich finde es toll, die Autoren direkt bei uns zu haben", so eine Studentin, "das macht die Lektüre für die Uni gleich noch viel spannender". Eins ist klar: Junge Literatur aus Düsseldorf werden die hessischen Studenten nun mit ganz anderen Augen sehen.
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 29.05.2014 | 15:42  
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