Bewusstsein für Heine - Der Verein Heinestadt Düsseldorf hat sich gegründet

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Der Heinrich-Heine-Preis spaltet alle zwei Jahre, spätestens seit der Provinzposse um Peter Handke vor sechs Jahren, die Gemüter. Nun hat sich mit Heinestadt Düsseldorf ein Verein gegründet, der den Düsseldorfern den Dichter näher bringen möchte.
„Heinrich Heine“, betont Peter Schrenk, „ist nicht in den Herzen und Köpfen der Bürger, sondern ist gefangen im Elfenbeinturm der Forschung und den politisch und wirtschaftlich Einflussreichen des Freundeskreises Heinrich Heine, die sich im piekfeinen Steigenberger Parkhotel treffen.“ Der Schriftsteller ist 1. Vorsitzender des neu gegründeten Vereins.
„Das Thema Heine-Preis, man möchte dazu fast nichts mehr sagen. Es interessiert keinen Menschen. Was hat jemand wie Jürgen Habermas, so löblich er ist, mit der Schaffung eines Bewusstseins für Heine für die Düsseldorfer zu tun?“, spinnt Schrenk den Gedanken weiter. Für ihn und seine Mitstreiter Akiko Ito, Sabine Bodzian, Nicole Haumann und Helga Grabenhorst ist es wichtig, dass Heine wieder ein Thema für die Düsseldorfer wird. Im Zusammenhang mit dem Heine-Preis ist von einer Heine-Verklärung die Rede, einer Vereinnamung durch das Bildungsbürgertum.
Der mit 50.000 Euro dotierte Preis sollte nach Ansichten des Vereins umgewandelt werden. Anstatt einen Kulturpreis an eine berühme Persönlichkeit zu überreichen, solle der Preis ein Stadtkünstlerpreis sein, der Preisträger sich mit Düsseldorf und Heine in der Stadt selbst künstlerisch auseinandersetzen; das Ergebnis könne ein Theaterstück, Gedichte, ein Heine-Comic oder dergleichen sein.
Hat die Stadt kein offenes Ohr für den Vorschlag des Vereins, wolle man Sponsoren aquirieren, um selbst einen alternativen Preis auszuloben.
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