"Blindgänger": Düsseldorfer Polizist schreibt neuen Krimi

Anzeige
Autor Klaus Stickelbroeck an einem Ort, der auch in seinem neuen Kriminalroman vorkommt: die Charlottenstraße.

Er ermittelt zum sechsten Mal: Privatdetektiv Hartmann. In "Blindgänger", dem neuen Kriminalroman von Klaus Stickelbroeck, wird er von Schauspielerin Carmen Vlint engagiert. Ein Stalker soll ausfindig gemacht werden. Wird er auch. Aber dann geschieht ein Mord im Haus der Vlints ... und es stellt sich heraus, dass alles anders war, als gedacht.

"Hartmann ist ein guter Detektiv, sehr gut und sehr schnell", mag Stickelbroeck seinen Protagonisten gerne. Der 53-Jährige ist hauptberuflich Polizist in Düsseldorf. "Deshalb habe ich mir einen Helden ausgedacht, der Detektiv ist und somit weg von diesem Beruf", erzählt er. So lässt er Hartmann Dinge tun, die eben nur ein Detektiv tut. Alleine ermitteln oder sich von seinen Bekanntschaften, unter denen Einbrecher, Prostituierte und ein Zuhälter sind, nicht immer ganz rechtens helfen. Seit 2007 lässt Stickelbroeck Hartmann, den ehemaligen Fußballer, der seine Karriere frühzeitig beenden musste, ermitteln. Nicht immer läuft alles rund, aber immer erzählt Stickelbroeck augenzwinkernd. Sätze gehen oft dort weiter, wo andere aufhören. Er schreibt gekonnt wie man sonst nur spricht, dadurch wird die ganze Handlung manchmal schön schräg. Turbulent und flott, nennt Stickelbroeck das.

Handlung ist in jedem der sechs Bände abgeschlossen

"Jedes Buch kann auch separat gelesen werden, die Handlungen sind in sich abgeschlossen", macht der Autor seine Krimis auch denjenigen schmackhaft, die ihn, der zu den fünf Krimi-Cops gehört, noch nicht kennen. Für Düsseldorfer sind die Orte ein Heimspiel. Hartmann ist Fortuna-Fan und mag die Toten Hosen. Für Stickelbroeck ist es aber nur die Kulisse, die er wählt, weil er sie kennt.
Ein neues Buch ist in Planung. Schreiben tut der Polizist übrigens am liebsten nachts. "Wenn ich vom Spätdienst komme", so Stickelbroeck. Das ist dann zwischen 12 und 4 Uhr nachts, wenn alles ruhig ist. Manchmal nehme er auch vier Tage am Stück frei und schreibe durch. "Meine Frau darf es dann als erste lesen", sagt er. Autor Klaus Stickelbroeck an einem Ort, der auch in seinem neuen Kriminalroman vorkommT. die Charlottenstraße. Foto: Christina Görtz
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentar
54.433
ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 14.12.2016 | 18:44  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.