Brisante Buchvorstellung in Kaiserswerth: Junge Menschen im „Dschihad“

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Die islamische Religionslehrerin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor liest heute aus ihrem neuen Buch „Zum Töten Bereit – Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen.“ (Foto: Andre Zelck)

Mehrere hundert junge Menschen sind in den vergangenen Jahren von Deutschland ausgereist, um im "Heiligen Krieg" zu kämpfen. In ihrem neuen Buch, das sie heute Abend in Kaiserswerth vorstellt, sucht Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor nach antworten auf die Frage, warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen.

„Wir sehen uns im Paradies“, schrieben die 15-jährige Sabina und ihre Freundin Samra an ihre Eltern, bevor sie spurlos nach Syrien verschwanden. Ahmed C. ist in Ennepetal geboren und liebte Fußball – bevor er sich als Selbstmordattentäter in Bagdad in die Luft sprengte.

Etwa 600 deutsche Dschihadisten sind nach Angaben der Behörden in den vergangenen Jahren in Richtung Kriegsgebiet ausgereist, der jüngste war 13 Jahre alt, jeder sechste der deutschen „Gotteskrieger“ ist eine Frau.

Worin liegt die Faszination für den „Heiligen Krieg“? Wieso ziehen diese Jugendlichen in den Kampf, während ihre Freunde zu Hause einen Schulabschluss machen? Antworten auf diese Fragen gibt das neue Buch der islamischen Religionslehrerin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor „Zum Töten bereit – Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen“.

Die Autorin, 1978 in Ahlen als Tochter syrischer Einwanderer geboren, unterrichtet seit 2003 muslimische Schüler aus Dinslaken in Islamkunde. Sie kennt mehrere junge Menschen persönlich – darunter fünf ihrer ehemaligen Schüler – die auf der Suche nach Anerkennung und Akzeptanz nach Syrien gereist sind, um für islamistische Terrorgruppen zu kämpfen.

Am heutigen Mittwoch, 15. April, um 19.30 Uhr lädt die Kaiserswerther Buchhandlung in Kooperation mit dem Hotel Mutterhaus zur Lesung mit der Autorin ein. Der Eintritt ist frei. Die Lesung findet im Hotel Mutterhaus in der Geschwister-Aufricht-Straße 1 statt.

Spenden zugunsten der intensivpädagogischen Einrichtung „Borgardtshof“ der Kaiserswerther Diakonie sind erbeten, in dem Kinder und Jugendliche mit hochkomplexen Auffälligkeiten von Fachkräften betreut werden.
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