Festhalten, was bleibt

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Die Fotografin Katharina Zwar beschäftigt sich in ihren Arbeiten häufig mit dem Thema Spiegelung. Und auch die Inszenierung Portraitierter in interessanten Räumen bildet einen Schwerpunkt ihrer Arbeiten. Foto: Stefanie Siegel
Als Fotografin und Dokumetarfilmerin ist Künstlerin Katharina Zwar seit vielen Jahren in Düsseldorf tätig. Nach einem Studium an der Folkwang.Hochschule Essen erarbeitet sie ihre aktuellen Filme und Fotoaustellungen nun in einem Atelier in Flingern.

Spiegelungen und Ausschnitthaftigkeit – in ihren Fotoarbeiten beschäftigt sich die Künstlerin Katharina Zwar mit der elemantaren Funktionsweise der Fotografie. Auch hier geht es um Licht und um Reflektion, um Spiegelung und Wiedergabe.
Geboren 1981 in Bonn, studierte Zwar von 2002 bis 2009 Fotografie an der Folkwang Hochschule Essen und diplomierte dort. Bereits während dieser Zeit lebte sie in Düsseldorf, pendelte täglich zum Studium nach Essen.
Bereits 2004 zeigte sie eine erste Ausstellung ihrer Arbeiten in der Ruhrgebietsstadt und nahm seither kontinuierlich an Ausstellungen teil. Auch in Düsseldorf stellte die Künstlerin bereits häufig aus, so zeigte sie zum Beispiel ihre Fotografien „Freizeichen“ im Jahr 2009 in der Brause in Bilk oder Arbeiten mit dem Titel „Abrechnung“ im Rahmen der Ausstellung Kunst im Finanzamt.
Ein häufig wiederkehrendes Motiv ihrer Fotos sind Spiegelungen im wörtlichen und übertragenen Sinne. Lichtreflexionen und gespiegelte Gegenstände bestimmen dann ihre Bildkompositionen.

Filme beschäftigen sich mit künstlerischen und sozialen Themen

Neben ihren rein künstlerischen Fotoarbeiten ist Katharina Zwar auch als Dokumentarfilmerin tätig. In ihren Filmen beschäftigt sie sich mit künstlerischen und sozialen Themen. So entstanden bereits Filme über das Leben von Flüchtlingen, aber auch das 40 Grad Urban Art-Festival in Düsseldorf war bereits Gegenstand einer ihrer Dokumentationen. Im Gegensatz zu ihren freien Fotoarbeiten nimmt Zwar im Bereich der Dokumentarfilme auch Auftragsarbeiten an. Allerdings nur, wenn sie die zu dokumentierenden Arbeiten auch als unterstützenswert empfindet und sie einen persönlichen Bezug darin sieht.
Ob für Filme oder fotografische Arbeiten – viele Motive findet Zwar in ihrer direkten Umgebung. Die Künstlerin lebt auf der Kiefernstraße in Flingern und ist von ihrer Umgebung inspiriert, von den Menschen, dem vielfältigen Engagement und der gelebten Politik.
Derweilen sie die Düsseldorfer Kunstszene mit durchaus interessanten Kunstschaffenden besetzt sieht, bedauert sie, dass neben der etablierten Hochkultur nur geringe Förderung für wenig bekannte Künstler ausgeschüttet wird. Viele der Künstler haben, so Zwar, einen anderen Job, um überleben zu können.

Zwei Fotoserien in Hilden

Als Mitglied des Vereins Düsseldorfer Künstler stellt Katharina Zwar aktuell gleich zwei Fotoserien aus: im Institut für öffentliche Verwaltung NRW in Hilden zeigt sie ihre Arbeiten „Über Bleibsel“ und „Fin“.
In beiden Serien beschäftigt sie sich mit den Spuren des Dagewesenen, mit dem, was übrig bleibt. In der Fotoserie „Über Bleibsel“ handelt es sich um authentische Begegnungen mit Situationen, die mal mehr nach formalen Kriterien, mal mehr nach Intuition in der jeweiligen Fotografie ausformuliert werden – über das Bleibsel hinaus. In der Serie „Fin“ wird das Grafische der außergewöhnlichen Räume mit der Poesie der hinein inszenierten Porträts verwoben. Speziell diese Arbeiten möchte Zwar auch in der Zukunft fortsetzen.

Hintergrund:
- Die aktuelle Ausstellung ist im Institut für öffentliche Verwaltung NRW, Hochdahler Straße 280 in Hilden zu sehen. Die Ausstellungsdauer ist noch bis zum 19. Juli, montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
- Weitere Informationen und Kontakt unter www. katharina-zwar.de
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