„Geborgenheit auf der Bühne“

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Gibt im zakk am 1. Februar das erste Konzert in seiner Heimatstadt seit 16 Jahren: Michael Rother, ehemaliges Mitglied der Gruppe Kraftwerk und Gründer der Düsseldorfer Bands Harmonia und Neu! Foto: zakk
Die Stadt Düsseldorf hat das Budget für das Kulturzentrum zakk in diesem Jahr aufgestockt. Die Programmmacher des soziokulturellen Zentrums erhalten damit mehr Spielraum und eine größere Planungssicherheit, in diesem Jahr ein noch umfangreicheres Programm zu gestalten.

Jochen Molk, Geschäfstführer des in Flingern beheimateten Kulturzentrums zakk, wirkt etwas entspannter als gewöhnlich: „Wir genießen nun eine etwas solidere Grundlage für unsere soziokulturelle Arbeit“, sagt Molck und präsentiert gemeinsam mit seinen Kollegen das Programm des 1. Halbjahres 2015.
Die wichtige Arbeit des soziokulturellen Zentrums wird in diesem Jahr von der Stadt Düsseldorf mit 954.000 Euro bezuschusst, die übrigen rund 1,8 Millionen Euro stemmt das Kulturzentrum eigenständig. Dafür bieten sie jährlich rund 150.000 Zuschauern 700 Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur und Politik, Diskussion und Workshop, denn neben diversen Konzerten, Musikpartys, Lesungen und Kabarettabenden stehen im zakk immer wieder auch interkulturelle Angebote auf dem Plan.

Bekannte Künstler und neue Vielfalt

Bekannte Künstler wie die Autoren Max Goldt (18. Mai), Frank Goosen (21. April) und Fritz Eckenga (19. Februar) oder die Musiker Michael Rother (1. Februar), Jochen Distelmeyer (19. März) oder Tito & Tarantula (15. April) stehen auch diesmal wieder auf der Agenda, aber das zakk wäre nicht das zakk, wenn es nicht auch stets neue Protagonisten der Musik-, Literatur-, Kabarett oder Comedyszene auf der Fichtenstraße 40 zu entdecken gäbe. „Und auch die vielfältigen Projektagebote können in diesem Jahr weiter ausgebaut werden“, verrät Molck mit Blick auf Podiumsdiskussionen wie „Vielfalt zahlt sich aus“ oder Buchprojekte wie „Gemeinsame Geschichten“, einer Schreibwerkstatt von in Düsseldorf lebenden Senioren, die ihr Berufsleben hinter sich, und allesamt viel erlebt haben. Das Projekt bietet 2015 bereits einen dritten Band unterschiedlicher „Gemeinsame Geschichte(n)“, die von Frauen und Männern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte verfasst wurden und die Leser an ihrem Leben teilhaben lassen. Mit ihren biografischen Geschichten zum Thema Einwanderung und Migration, die sie im Rahmen der Schreibwerkstatt mit der Düsseldorfer Autorin Pamela Granderath zu Papier gebracht haben. Einen Monat lang trafen sich Senioren in der nachberuflichen Lebensphase regelmäßig zwei Mal wöchentlich im zakk. Dort erzählten und schrieben sie Persönliches, Tragisches, Komisches, Alltägliches und Schwieriges aus dem „Einwanderungsland Deutschland“ auf.

Poetry Slam ist legendär

Auch der Poetry Slam im zakk ist legendär und „es ist schön zu beobachten, dass 15-jährige Dichterinnen ihre Texte vor rund 400 Gästen präsentieren und trotz des zahlreichen Publikums und ihres erst jungen Alters eine große Geborgenheit auf der Bühne empfinden“, erzählt Christine Brinkmann, die den Bereich „Wort und Bühne“ im zakk verantwortet.
Die Singer- und Songwriter-Abende auf der kleinen Kneipenbühne erfreuen sich mittlerweile ebenso großer Beliebtheit wie auch der alle zwei Monate im zakk stattfindende „Frischfleich-Comedy“, bei dem sich Nachwuchskünstler aus den bereichen Comedy, Kabarett, Poetry und klassischem Stand-Up präsentieren können. Diese Veranstaltungsreihe ist sogarderart beliebt, dass sie aus dem kleinen Club in den großen Saal umziehen musste.
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 01.02.2015 | 13:20  
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