Großer Auftritt des Wuppertaler Handwerks

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Die Jahrgangsbesten.

Einen starken Auftritt hatte das Wuppertaler Handwerk bei der großen Lossprechungsfeier aller 13 Innungen am 15. September im Großen Saal der Historischen Stadthalle. Über 900 Gäste feierten das Ende der Lehre von 222 Junghandwerkerinnen und Junghandwerkern. Comedystar Dörte aus Heckinghausen moderierte, besang jede Innung mit einem eigenen Text zu bekannten Hits und sorgte nach der Überreichung der Gesellenbriefe für die perfekte „La-ola-Welle“ zu Ehren des handwerklichen Nachwuchses.

Kreislehrlingswart Andreas Conrad freute sich vor der Veranstaltung über die vielen Zusagen zur diesjährigen Feier, welche die Teilnehmerzahlen vom Vorjahr nochmals um 200 Gäste übertrafen. Mit über 900 Teilnehmern habe man nach vier Jahren eine Größe erreicht, die die Wirtschaftsmacht von nebenan imponierend repräsentiere, erklärte auch Kreishandwerksmeister Arnd Krüger in seiner Eröffnungsrede. „Sie haben jetzt die Fahrprüfung für ihr berufliches Leben bestanden“, beglückwünschte Krüger die Junggesellinnen und Junggesellen. Aber er warnte auch: „Die Betriebe und ihre Kollegen werden Sie weiterhin begleiten, aber der Druck zu mehr Selbstständigkeit wird zunehmen.“ Wünschenswert sei es für das Handwerk, wenn die Junghandwerker ihr Talent angesichts des herrschenden Wettbewerbsdrucks weiterbildeten mit dem Meistertitel als nächstes Ziel.

Die Bedeutung des Handwerks für die Stadt stellte auch Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) in den Vordergrund: „Wir können uns darauf verlassen, dass das Handwerk viel ausbildet.“ Das Wuppertaler Handwerk sei daher ein ganz besonderer Faktor bei der Ausbildung. Nicht jeder müsse studieren. „In vielen Fällen ist eine Ausbildung genau richtig. Euch steht eine große Zukunft bevor“, sagte das Stadtoberhaupt. Seine Rede schloss er mit einem Zitat aus Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“: „Verachtet mir die Meister nicht und ehrt ihre Kunst.“

Zahlreiche Lacher erntete Kreislehrlingswart Andreas Conrad mit Liedzeilen deutscher Rockbands. Manchmal habe er den Eindruck, dass sich die jungen Leute fast entschuldigen müssten, wenn sie nach der Schule eine Lehre im Handwerk beginnen wollen. Das Handwerk – das sei doch alles schmutzig, primitiv und schlecht. Da müsse man ja fast ein Spinner sein, wie in dem bekannten Lied der Gruppe „Revolverheld“, um dort eine Ausbildung zu machen. „Aber, das Land braucht Handwerker. Das wird jedem schlagartig klar, wenn sich Waschmaschine und Spülmaschine pünktlich zum Wochenende verabschieden oder der Wagenmotor im Urlaub verreckt. Dann sind wir plötzlich sehr begehrt“, rief Conrad der Menge unter Jubel zu.

Den Abschluss der Lossprechungsfeier bildete die Ehrung der Jahrgangsbesten der Innungen. Dieses Jahr gab es gleich zwei punktgleiche Jahrgangsbeste des Wuppertaler Wuppertals: Elektroniker Inan Doban und Anlagenmechaniker Daniel Lorenz. Ihr Preis: Eine Wochendfahrt von Gottfried Schulz mit freier Autowahl.
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